Die List des Arminius Band 2

Die List des Arminius Band 2
Preis: 9,80 €
Autor:
Genres: Belletristik, Historisch
Erscheinungsjahr: 2008
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783899503647
Gaius Flaminius ist als einer der wenigen Überlebenden der römischen Truppen aus der Varusschlacht heimgekehrt. Noch zweimal muss er zu einem Einsatz außerhalb Roms. Mit Germanicus, dem Thronfolger, kämpft er drei Jahre lang in Germanien, anschließend begleitet er Germanicus nach Syrien. Nach dessen Tod kehrt er zurück und lebt seitdem zurückgezogen mit seiner Familie südöstlich von Rom in den Albaner Bergen. Nun droht seinen Verwandten und Freunden Ungemach, denn eines Tages werden sie wegen des Verdachts auf Spionage und Verschwörung gegen Kaiser Tiberius verhaftet und eingekerkert. Wer steckt hinter diesen Machenschaften? Noch weiß Gaius nicht, dass er Verbündete im Kaiserhaus hat.
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Leseprobe

Ausschnitt aus dem 16. Kapitel

Sejanus entspannte sich wieder.

„Es geht aber trotzdem um Livilla. Sie hat seit fast zwei Jahren die Flaminius- und Livius-Verwandten gefangen gesetzt und das Hab und Gut dieser Leute beschlagnahmt. Es gab gefälschte Briefe und bestochene Zeugen und das weißt du und das weiß ich und viele Leute aus dem Militär und dem Volk wissen es auch, und die, die es noch nicht gewusst haben sollten, haben es mit Sicherheit erfahren. Es gefällt mir nicht und ich weiß, dass es dir auch nicht gefällt. Du wirst sicher auch wissen, dass in Rom drei Männer un-terwegs sind, um auf das Schicksal der Gefangenen aufmerksam zu machen. Ich habe nur nicht in Erfahrung bringen können, wer diese Männer sind, sie sind sehr geschickt und irgendwann einmal sind sie einzeln aufgetreten, so dass meine Leute noch mehr Ar-beit bei der Suche nach ihnen haben. Livilla weiß um diese Vor-gänge und unternimmt gar nichts. Sie möchte schon wissen, wer die drei Männer sind, und dann will sie es lieber nicht wissen. In den Schenken sind die drei Männer unbekannt und einer hat einen Vollbart. In der Regel tragen römische Männer keinen Vollbart, und das zeigt mir, dass dieser Mann hier bekannt ist, aber nicht erkannt werden will. Meine, deine und Livillas Leute kommen im-mer nur um kurze Zeit zu spät. Ich hatte immer die Hoffnung, dass unsere Leute irgendwann ein Mal zum richtigen Zeitpunkt am rich-tigen Ort sein könnten aber das kann noch lange dauern. Ich komme in dieser Sache einfach nicht weiter, und ich habe zu lan-ge gewartet“, sagte Drusus ernst. „Diese Leute sind unschuldig und ich habe keine Lust, der Dummheit und der Ignoranz Livillas wegen mit dem Volk und dem Militär in Schwierigkeiten zu gera-ten.“

Manches Mal dachte er daran, Gaius und Thusnelda Flaminius könnten doch wieder zurückgekehrt sein, aber er fand keine Hin-weise auf ihre Anwesenheit und dann kam es ihm wieder unwahr-scheinlich vor. Die Gefangenen wollte er nicht dazu befragen, denn sie würden es ihm gewiss nicht sagen. Es könnte aber gut möglich sein, dass sie es wirklich nicht wussten. Darum sprach er diese Gedanken nicht aus. Er hatte keine Ahnung, dass Livilla und Sejanus die gleichen Gedanken hegten und auch nicht darüber sprachen.

„Was möchtest du tun und was soll ich dabei machen?“, fragte Se-janus unsicher.

„Ich möchte einfach diese Leute freilassen. Ich weiß, warum Livilla nicht zu bewegen ist, diese Leute freizulassen. Sie hat einen Feh-ler gemacht und ihr Stolz lässt das nicht zu, diesen Fehler einzu-gestehen.“

„Ich weiß immer noch nicht, was du machen willst“, gab Sejanus ratlos zurück. Er, der Ränkeschmied und Intrigant, hatte keine Ah-nung von dem, was in Drusus vorging. Es stimmte schon, dass er die Vorgehensweise Livillas missbilligte, aber er hatte auch genug geredet und im Übrigen waren ihm die Flaminius- und Livius-Verwandten zu diesem Zeitpunkt eher gleichgültig. Das Volk und das Militär waren immer unruhig und zum jetzigen Zeitpunkt konn-te sich Sejanus nicht vorstellen, dass sich diese Unruhen in der Bevölkerung und im Militär entladen würden, auch wenn Drusus diese so beschwor. Und auf das Militär konnte man sich im Gro-ßen und Ganzen auch verlassen, was man beim wankelmütigen Volk nicht konnte. Das Volk ließ sich so leicht beeinflussen, heute jubelten sie einem zu und morgen schon wollten sie einen am liebsten steinigen.

„Ich wollte Livilla mit ihren eigenen Waffen schlagen und ich habe die gefälschten Briefe und die bestochenen Zeugen gesucht und wurde natürlich nicht fündig. Ich vermute, dass sie die Briefe nicht hier im Palast aufbewahrt. Irgendwie hätte es zu nichts geführt, wenn ich nun wiederum Briefe gefälscht hätte, die die Unschuld der Gefangenen beweisen, und Zeugen geschmiert hätte. Das wä-re noch weniger glaubwürdig als die Aktion Livillas. Aber wir soll-ten sie so weit bringen, dass sie die Leute von sich aus freilässt und ihnen ihr Hab und Gut wiedergibt.“

Sejanus grinste breit: „Weißt du etwas, von dem ich nichts weiß?“, fragte er und wurde auf einmal gut gelaunt. Wenn es weiter nichts war, das betraf ihn nicht unmittelbar.

Nun war es an Drusus, breit zu grinsen: „Ich möchte sie dazu bringen, die Freilassungen und die Rückgabe des Eigentums, die ich in Schriftform veranlassen und ihr vorlegen möchte, zu unter-schreiben.“

„Wie willst du das schaffen?“, fragte Sejanus amüsiert zurück.

„Höre, ich brauche dich bei dieser Aktion und ich muss mich dabei voll auf dich verlassen können. Es ist wirklich für uns alle besser, auch für dich und gerade für dich. Wir könnten Pluspunkte bei der Bevölkerung und beim Militär sammeln und hätten diese Leute betreffend den Rücken frei.“

Sejanus leuchteten die Argumente des Drusus ein: „Also ich bin dabei, aber ich weiß immer noch nicht, was du vorhast.“

Und Drusus entwickelte ihm seinen Plan.

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Seitenaufrufe: 38 mal Aufgerufen Am 2. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fortsetzung des 1. Bandes, historischer Roman, Krimi
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