Die falsche Person: Band 1

Die falsche Person: Band 1
Preis: 10,50 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.gatika.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783734530951
Mara und Dan arbeiten beide als Bühnenbildner im Schauspielhaus. Dort haben sie sich kennen und lieben gelernt. Dan ist Amerikaner, aber in Deutschland sesshaft geworden. Als er Mara seine Geburtsstadt Tallahassee in Florida zeigen und seinen Eltern vorstellen möchte, passierte das, womit niemand gerechnet hat. Am 2. Tag verschwindet Mara spurlos. Wo war sie? Was ist passiert? Warum Mara? Niemand kannte sie in Tallahassee. In der Nähe werden zwei Tote gefunden. Beiden wurde der Schädel eingeschlagen. Haben sie etwas mit dem Verschwinden von Mara zu tun? Zwischenzeitlich wird ein fast perfekter Coup geplant. Doch der nimmt tödliche und bedrohliche Formen an. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ein Pressebericht zur falschen Zeit zwingt Captain Pepper zur schnellen Entscheidung. Kann er es noch schaffen?
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Florida USA

Wie von sinnen, raste Ole mit seinem alten weißen Ford Mustang durch die Innenstadt von Tallahassee. Wann immer er auf der Hauptstraße einen Stau erkannte, wich er über eine Nebenstraße aus, Hauptsache seine Verfolger holten ihn nicht ein. Da waren ihm auch Mülltonnen oder Briefkästen die am Straßenrand standen egal. Sie durften ihn auf keinen Fall einholen. Schweiß trat auf seine Stirn. Ole wollte immer den großen Coup landen. Bisher gelangen ihm nur kleine Gaunereien, das genügte ihm nicht. »Was eine Scheiße, was ist denn dieses Mal bloß wieder schief gelaufen? Wieso muss mir das immer passieren?«  Ole fluchte wie ein Rohrspatz und bog mit quietschenden Reifen zurück auf die nächste Hauptstraße. Das Heulen der Sirenen hinter ihm wollte sich nicht abschütteln lassen. Jetzt aber Vollgas. »Mist, scheiß Verkehr«, abermals bog er in eine Seitenstraße ab. Die wenigen Passanten sprangen zur Seite. »Idiot halt an!« Ole verkrampfte sich am Lenkrad und trat voll in die Bremse. Die Räder des alten Mustangs blockierten und der Wagen rutschte über den Asphalt. Erst das knirschen von Blech und splittern von Glas brachte seinen Wagen zum Stehen. Weshalb musste auch gerade jetzt ein Lieferwagen Rückwerts aus der Einfahrt kommen. Eine halbe Minute später und es wäre perfekt gewesen. Außer ein paar blauen Flecken Und Prellungen war er nicht verletzt. Vom Krankenhaus ging es gleich ins Gefängnis. Ole kannte den Weg schon. »Ole Titus, erst vor 14 Tagen aus dem Knast entlassen und schon wieder hier in meinem Büro«, kopfschüttelnd saß Captain Pepper hinter seinem Schreibtisch. In der üblichen Gefängniskleidung, Fuß- und Handfesseln saß Ole Captain Pepper gegenüber. »Was denn, ich hab doch gar nichts verbrochen.« »Und was war da in der Tankstelle, das nennst du nichts verbrochen?« »Ich habe mich nur ganz nett mit dem Kassierer unterhalten, da kommt der Schnösel rein und drängelt sich vor.«

»Ole, du hast dem Mann die Schulter ausgekugelt und ihm das Nasenbein gebrochen«, erwiderte Captain Pepper etwas lauter und stützte sich dabei mit den Händen auf seinen Schreibtisch ab. »Na, wenn das Weichei nichts aushält, was drängelte der sich auch vor.« »Ole, du hast von dem Kassierer die Tageseinnahmen verlangt. Und das nennst du eine nette Unterhaltung? Warum hast du den Mann nicht erst bezahlen lassen, dann wäre doch mehr in der Kasse gewesen?«, erwiderte der Captain sarkastisch. »Der Arsch hatte doch eine Kreditkarte, das bringt mir doch nichts. Außerdem muss das der Kassierer völlig falsch verstanden haben. Und wieso waren schon die Bullen auf den Weg?« »Das nennt man stillen Alarm Ole. Heutzutage haben auch Tankstellen so ein Knöpfchen unter dem Tresen. Als du dem armen Mann die Knochen verbogen hast, hat der Kassierer den Alarm ausgelöst. Warum versuchst du es nicht mal mit einem richtigen Job?« »Sehr lustig, die suchen nur Leute für den Bau, ich maloche doch nicht den ganzen Tag für so ein paar Kröten. Das muss doch auch einfacher gehen.« »Die meisten Menschen müssen den ganzen Tag malochen, wie du es nennst, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Und du glaubst, es auf deine Art zu machen? Irgendwann haben wir dich hier als Dauergast. Officer führen sie Ole ab. Soll sich der Richter mit ihm befassen. Der Fall ist ja wohl klar.« Ole hatte die Handschellen noch an, als er aus dem Raum geführt wurde. Das Letzte was Captain Pepper noch von ihm vernahm waren seine Worte: »Scheiß Technik, und wer bezahlt mir jetzt den Schaden an meinem Wagen?« Captain Pepper schüttelte seinen Kopf und murmelte: »Wir ganz bestimmt nicht.«   

»Mr. Hudson, es tut mir wirklich leid für sie, aber mit Ihrer Behinderung habe ich immer noch keinen passenden Job.« Paul Hudson saß vor dem Schreibtisch einer attraktiven jungen Angestellten der Jobvermittlung, die ihn bedauernd anblickte. »Aber ich möchte doch gerne Arbeiten, ich fühle mich so nutzlos. Ich kann doch nicht immer und ewig anderen auf der Tasche liegen.« Verzweifelt blickte er sie an, um damit noch einen Versuch zu starten ihr eine Stelle zu entlocken. »Mr. Hudson, aufgrund Ihrer… sagen wir mal ungesetzlichen kleinen Tricksereien, kann ich ihnen leider nichts anbieten.« »Ach Mrs. Smith, das waren doch nur Kleinigkeiten, sie sehen doch selbst das ich nichts Größeres anstellen kann. Ich bin eben mehr der Denker als der Macher.« Dabei hob Paul seine Hände über den Tisch und zog seine Schultern zum Zeichen des Bedauerns hoch. »Eben, es tut mir wirklich leid Mr. Hudson« Paul ließ seine Arme sinken, stieß einen tiefen Seufzer aus, bedankte sich für ihre Mühe, während er sich schwerfällig erhob, und den langen Weg zum Ausgang ging.

Bewertung: 5.0 von 5 (2 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 126 mal Aufgerufen Am 15. September 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Entführung, falsche Person, Florida, Krimi, Krimi-Trimolie, Mord, Schauspielhaus, Tallahassee, Totschlag
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