Die Dornen der Hingabe

Die Dornen der Hingabe
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Erotik
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Nach der Scheidung von ihrem Mann Aleksander ist die attraktive Merit froh, ihr Leben endlich wieder im Griff zu haben. Doch dann begegnet sie dem charismatischen Falk von Windstein, der mit seinem Luxusgeländewagen in ihr Auto kracht. Der dominante Falk erkennt sofort Merits latente devote Veranlagung und beginnt sie zu umwerben. Diese fühlt sich geschmeichelt, fürchtet aber um ihr mühsam aufgebautes inneres Gleichgewicht. Und alleine schon ihrer halbwüchsigen Tochter Irina zuliebe möchte sich Merit eigentlich nicht mehr in ein erotisches Abenteuer stürzen. Viel schwerer wiegt jedoch, dass Merit ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt: Aus Liebe zu ihrem Mann hatte sie Dinge getan, die sie völlig unmöglich machen. Aber der erfahrene Falk lässt nicht locker, geschickt schafft er es, Merits Panzer zu durchbrechen und ihre hingebungsvolle Devotion wiederzuerwecken. Während Merit schließlich rettungslos seinem dominanten Charme erliegt, steuern sie auf eine Katastrophe zu … So nennt mich fürderhin Rosemund: Die Zutaten des Genres sind hinlänglich bekannt. Malerische Landschaften, gutsituiert, stilvoll gekleidete Protagonisten, noble Automobile, gehobenes Wohnen mit der passenden Inneneinrichtung und dunkle Geheimnisse. Und warum auch nicht? Ich habe sie lustvoll eingesetzt, und dieses Mal statt Mord und Totschlag die Beziehungswehen zwischen Dominanz und Devotion der fortgeschrittenen Art geschildert. Reden wir nicht drum herum: Es ist, was es ist, ein SM-Liebesroman.
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„Nein!“

Ungeachtet ihrer Stöckelschuhe sprintete Merit Becker los. Doch es

war zu spät: Schon krachte der Range Rover schwungvoll mit

seinem turmhohen Heck in die Schnauze ihres Kleinwagens. Einen

Augenblick lang stand Merit fassungslos vor ihrem Auto, doch als

ein Mann fluchend aus dem luxuriösen Geländewagen stieg,

gewann ihr Zorn die Oberhand.

„Hat das jetzt unbedingt sein müssen?“, fragte sie ungehalten.

„Sakrament! So etwas hat mir heute gerade noch gefehlt!“, grollte

der Mann. „Warum mussten Sie Ihren blauen Straßenpickel aber

auch auf der Sperrfläche genau hinter meinem Wagen abstellen?“

Merit sah auf ihren aubergineblauen A1 mit dem cremefarbenen

Dach. Aus der Schnauze quoll eine grünliche Flüssigkeit: Die

Anhängerkupplung der Range Rovers hatte sich genau in ihren

Kühler gebohrt.

„Da haben Sie ganze Arbeit geleistet!“, stellte sie kühl fest, ohne

auf die Beleidigung mit dem ‚Straßenpickel’ einzugehen.

Und tatsächlich: Der Mann atmete tief durch.

„Bitte verzeihen Sie“, sagte er zerknirscht. „Das ist heute wohl nicht

mein Tag.“

Er griff in die Innentasche seines Tweed-Sakkos – was sollte ein

Range Rover-Fahrer auch anderes tragen, dachte Merit fast

widerwillig amüsiert – und zog eine Visitenkarte hervor, die er nach

einem kurzen Blick aber wieder zurücksteckte. Stattdessen nahm er

eine andere, welche er Merit schließlich überreichte.

„Mein Name ist Falk Waldner. Bitte entschuldigen Sie nochmals die

Unannehmlichkeiten, die ich Ihnen bereite.“

Merit nickte reserviert. „Merit Becker.“

„Sehr erfreut.“

Der Mann deutete tatsächlich eine knappe Verbeugung an.

„Jetzt müssen wir den Schaden wohl regulieren“, fuhr Waldner

dann fort. „Haben Sie zufällig einen Unfallaufnahmebogen von der

Versicherung dabei, Frau Becker?“

„Natürlich“, antwortete Merit und ging zu ihrem Audi, um das

Formular aus dem Handschuhfach zu holen. Immerhin ließ sich die

Beifahrertür ohne Probleme öffnen, was für den Wagen hoffen

ließ. Als sie zu Waldner zurückkehrte, bemerkte sie, wie er ihre

Beine mit einem kurzen, forschenden Blick taxierte. Sie trug heute

einen Rock und einen Blazer – und sie wusste selbst, dass ihre

Beine wohlgeformt waren, dazu brauchte es nicht die Bestätigung

eines Edel-SUV fahrenden Wichtigtuers. Auch wenn sie nicht umhin

kam festzustellen, dass der Wichtigtuer stimmig gekleidet war,

braune Wildleder-Jeans, das graue Tweed-Sakko mit Lederbesätzen

an den Ellbogen, darunter ein weißes Trachtenhemd mit

Stehkragen.

Wie selten es heutzutage ist, dass ein Mann sich passend anzieht,

dachte Merit, ohne dass ihr der Unfallverursacher deshalb

sympathischer geworden wäre.

Waldner sah sich einen kurzen Augenblick suchend um.

„Sie gestatten?“ Mit diesen Worten nahm er Merit den Bogen aus

der Hand, breitete ihn auf der riesigen Motorhaube des Range

Rovers aus und begann den Unfallbericht auszufüllen.

„So ein Ärger“, sagte sie. „So wie es aussieht, ist der Wagen nicht

mehr fahrbereit. Aber ich brauche ihn morgen unbedingt.“

Waldner sah von seiner Schreibarbeit auf und blickte auf die Uhr.

„Das kriege ich noch geregelt. Das ist das mindeste, was ich für Sie

tun kann.“

Er schob ihr den halb ausgefüllten Bogen hin und griff zum Handy.

Während Merit ihren Teil der Angaben machte, hörte sie mit

halbem Ohr, wie Waldner offensichtlich mit einem Audi-Händler

telefonierte. Schließlich schien er zu einer Einigung gekommen zu

sein.

„Darf ich Sie jetzt nach Hause fahren?“

„Aber wie kommt mein Auto in die Werkstatt? Und ich brauche

leider dringend auch einen Mietwagen.“

„Ihr Auto wird abgeholt, und den Mietwagen bringen wir nachher

vorbei.“

Merit folgte Waldner also zu dem Range Rover. Immerhin hielt er

ihr die Beifahrertür auf, und sie stieg ein – oder besser gesagt auf,

denn der Geländewagen war sehr hoch. Halb in einen großen

Ledersitz versunken sah sie durch die riesige Frontscheibe auf die

Straße, die weit unter ihr zu sein schien.

„Ein ziemlich großes Auto“, stellte sie fest. „Und eine

Rückfahrkamera hat es auch noch“, konnte sie sich nicht verkneifen

hinzuzufügen, als sie den kleinen Bildschirm an der Mittelkonsole

bemerkte.

„Drehen Sie mir das Messer in der Brust nur auch noch um!“,

seufzte Waldner. „Ich war so geladen, dass ich einfach nicht

hingesehen habe.“

Merit kam ein eigentlich naheliegender Gedanke.

„Sagen Sie bloß, Sie waren auch da  drin!“

Sie deutete auf das Firmenschild der großen Anwaltskanzlei.

„Ja.“

Der Tonfall war nicht ermutigend, weitere Fragen zu stellen, also

lächelte Merit nur in sich hinein.

„Wo darf ich Sie nun hinbringen?“ wollte Waldner wissen.

„Ich habe ein kleines Häuschen drüben in Söllingen.“

Mit einem tiefen, fast unhörbaren Brummen erwachte der Motor

zum Leben, und der massige Wagen setzte sich in Bewegung. Wie

ein Raumschiff aus Leder und Wurzelholz glitt der große SUV über

die enge Landstraße, welche in leichten Kurven durch den

abendlichen Wald führte. Merit zwang sich, nicht zu Waldner

hinüber zu sehen. Der Wandel seiner Art, wie er von fast

pöbelhafter Wut in eine angenehme Kultiviertheit hinüber

gewechselt hatte, irritierte sie ein wenig. Aber auch seine äußere

Erscheinung schien ihr nicht ganz stimmig: Zwar war seine Kleidung

im Stil eines englischen Landbesitzers harmonisch aufeinander

abgestimmt und passte auch zu seinem Luxusgeländewagen, doch

Waldner selbst wirkte, den Manieren zum Trotz, die er jetzt an den

Tag legte, längst nicht so kultiviert, wie sein Outfit es wohl

nahelegen sollte. ….

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Seitenaufrufe: 450 mal Aufgerufen Am 14. Mai 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: BDSM, Liebesroman, SM
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