Der Stern des Seth

Der Stern des Seth
Preis: 5,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Historisch
Webseite: www.amalia-zeichnerin.net/steampunk-literatur
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739220338
Wir schreiben das Jahr 1885. Der technische Fortschritt und die Industrialisierung sind kaum aufzuhalten. Automobile, das Dampfnetz, die Verbreitung der Elektrizität und die Luftschifffahrt sind nur einige Beispiele für die technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Das Britische Empire verfügt auf der ganzen Welt über zahlreiche Kolonien und Protektorate. Im Sudan schwelt seit vier Jahren ein Konflikt zwischen der anglo-ägyptischen Herrschaft und den zahlreichen Anhängern des politischen Anführers Muhammad Ahmad, genannt Mahdi. Doch auch das Mystische fasziniert die Menschen dieser Zeit – Okkultismus, Seáncen und andere esoterische Praktiken erfreuen sich großer Beliebtheit – denn wie es bereits bei Shakespeare heißt: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt.“ Vor diesem Hintergrund machen sich ein Erfinder, ein Wissenschaftler, eine Journalistin, ein kriegsversehrter Sergeant und ein Archäologe auf zu einer Expedition in den Sudan, um dort ein sagenumwobenes altägyptisches Artefakt zu finden. Doch was für Pläne hat ihr adliger Auftraggeber damit?
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Kapitel 1 – Eine Einladung aufs Land

Montag, 9. Februar 1885, London „Und wann werde ich mit diesem Wunderwerk der Technik etwas greifen können?“ fragte Vincent Wright den Erfinder Immanuel Goldstein. Der hochgewachsene, breitschultrige Sergeant hatte gerade eine Prothese erhalten als Ersatz für seinen linken Unterarm und die Hand. Die verlorenen Gliedmaßen schmerzten noch immer höllisch — Phantomschmerz nannten es die Ärzte. Doch Wright lehnte es ab, weiter Morphium zu nehmen, weil das Zeug süchtig machte und ihm die Sinne vernebelte. Seine Arm- und Handprothese bestand außen aus Edelstahl und Lederriemen, welche mit punzierten Ornamenten verziert waren. Die Finger wurden aus Edelstahlteilen gebildet, die mit feinen Scharnieren verbunden waren. Im Inneren befanden sich künstliche Nervenfasern. Der Erfinder erklärte: „Diese Art zählt zu den Besten, welche man heute bekommen kann. Sie ist ihren Preis wert.“ „Ja, dafür habe ich mich in Schulden gestürzt.“ murmelte Wright. „Mit einer herkömmlichen Prothese hätte ich nicht mal meine Finger mehr vernünftig bewegen können. Wie sollte ich dann gut arbeiten können?“ Der Erfinder meinte: „Dann drücke ich Ihnen mal die Daumen, dass Sie bald wieder arbeiten und Ihre Schulden abbezahlen können. Wie ich Ihnen ja bereits bei unserem ersten Gespräch sagte: Der obere Teil der Prothese verfügt über künstliche Synapsen, welche sich mit den Nervensträngen in Ihrem verbliebenen Arm verbinden. Dadurch verschmilzt die Prothese gewissermaßen mit Ihrem Körper und der Nerventätigkeit darin. Ich habe mit mehreren Ärzten zusammengearbeitet, um diese Effekte zu erreichen. Das bedeutet, dass Sie die Prothese bald so gut steuern können werden wie Ihren anderen Arm und die rechte Hand. Alle Fingergelenke sind ebenfalls über künstliche Nervenstränge und Synapsen mit den Nerven in Ihrem Oberarm verbunden. Die Finger werden daher alle einzeln frei beweglich sein, sobald Sie die Kontrolle darüber gelernt haben. Im Inneren der Prothese befindet sich außerdem ein mechanisches System mit Zahnrädern, das für die Bewegungen der einzelnen Teile sorgt. Aber keine Sorge, Sie müssen den Mechanismus nicht aufziehen, das macht er automatisch, sofern die Prothese täglich in Bewegung ist. Übrigens, Sie können bei Bedarf auch noch etwas in den Prothesenarm einbauen lassen, er ist ja innen teilweise hohl.“ Sergeant Wright fragte: „Was meinen Sie damit?“ „Naja, das kommt darauf an, was Sie brauchen. Eine kleine Taschenlampe passt hinein oder ein Werkzeug — ein Messer oder auch andere Dinge.“ „Hmm, klingt praktisch. Darüber werde ich noch nachdenken. Ich melde mich dann bei Ihnen. Und wie lange wird es dauern, bis ich das Ding steuern kann, Mister Goldstein?“ Wright sah vor seinem inneren Auge schon endlose Stunden und Tage, welche er nun mit Krankengymnastik verbringen würde. „Wenn Sie sich jeden Tag ein paar Stunden Zeit nehmen und genügend schlafen — mit der Prothese, versteht sich — schätze ich, dass Sie in etwa zwei Wochen die grundlegenden Bewegungen ausführen können sollten. Ich gebe Ihnen einen Zettel mit, auf dem einige spezielle Übungen stehen. Solange Sie nicht gerade Klavier spielen möchten oder andere feinmotorische Tätigkeiten unternehmen wollen…“ Wright winkte ab und meinte: „Zwei Wochen, ehrlich? Das wäre phantastisch. Scheint ja ein echtes Wunderding zu sein.“ „Danke für die freundlichen Worte. Lassen Sie mal von sich hören, wie es voran geht.“, erwiderte der Erfinder. Wright nickte. „Das mache ich.“

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Seitenaufrufe: 109 mal Aufgerufen Am 12. Juli 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Amalia, Expedition, Fantasy, Historisch, Phantastik, steampunk, Steampunkroman, Zeichnerin
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