Der Rosenmagier III – Valbredos Erben

Der Rosenmagier III – Valbredos Erben
Preis: 19,90 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: www.cantate-net.de/rosenmagier.htm
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783954930371
Pirino und Lunara konnten den Rosenmagier retten. Trotzdem kommt es im Wolkenschloss zu neuen Intrigen und Machtkämpfen. Auch in Mervilien herrschen weiterhin Unruhen und Bürgerkriege. Eine Vereinigung, die sich "Valbredos Erben" nennt, will die Herrschaft über das Land an sich reißen. Ein weiteres Mal müssen Pirino, Lunara und ihre Freunde in die Schlacht ziehen.
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Leseprobe

Fassungslos stolperte Pirino in die Arrestzelle, hoch oben im Nordturm.

KNALL.

Die Eisentür wurde ins Schloss geworfen.

SCHRRRG – KLACK.

Der Riegel rastete scharrend ein, der Schlüssel drehte sich im Schloss.

In die sich entfernenden Schritte Matro Rabones vernahm Pirino ein drohendes Flüstern.

„Besinne dich auf deine Pflichten! Besinne dich auf deine Pflichten!“

„NEIN!“, schrie Pirino. Unzählige Male war er als Novize hier eingesperrt gewesen und hatte unter den Einflüsterungen gelitten. Heute aber erschreckte ihn weniger die körperlose Stimme, als die Tatsache, dass Meister Salco mittlerweile zu solchen Mitteln griff.

Pirino hatte damit gerechnet, dass sich die Ordensleute über sein Versagen beim Ballaren-Ritual ärgern würden. Auf die Empörung, die über ihn hereinbrach, kaum dass er hinter Meister Salco und Matro Rabone aus dem Tempel schlich, war er allerdings nicht gefasst gewesen.

Die wütenden Priester beschuldigten ihn die magischen Schwingungen absichtlich unterbrochen zu haben, dem Orden bewusst schaden zu wollen, ja, ein falsches Spiel zu treiben und in Wirklichkeit mit den Mächten der Finsternis im Bunde zu stehen.

„Der Orden, der Orden“, fauchte er endlich. „Das ist alles, was für euch zählt. Dabei hat der Orden längst den Blick für die Wirklichkeit verloren.“

„Pirino, nimm dich zusammen.“ Meister Salcos Mund wurde zu einem schmalen Strich. „Für heute hast du wahrhaftig genug angerichtet.“

„Angerichtet? Ich?“ Pirino verlor den letzten Rest seiner Beherrschung. „Und was ist mit dem, was Ihr anrichtet?

Früher habt Ihr uns eingeschärft, wir sollten die Augen und Ohren offen halten. Es gäbe mehr zwischen Himmel und Erde, als die Weisheit aus Büchern und Schriftrollen und vor allem mehr, als die Lehren der Priester. Und jetzt? Ihr zwingt Lunara, Magoriora zu werden, obwohl Ihr genau wisst, dass sie damit todunglücklich ist.“

Lunara schüttelte warnend den Kopf, doch er kannte kein Halten mehr. „Wir haben Euch von Nidos Ratschlägen erzählt – und es war Euch gleichgültig. Lunaras Visionen habt Ihr als pure Einbildung abgetan. Es war aber keine Einbildung. Ich habe die dunkelhaarige Frau auch gesehen, gerade eben, im Tempel, außerdem eine junge Rüsselwölfin, die in Not ist …“

„Es reicht“, unterbrach Meister Salco ihn schroff. „Jedes deiner Worte zeigt, dass du dein Amt als Magoriore und die damit verbundenen Aufgaben noch immer als eine Art Spiel zu betrachten scheinst. Aber es gibt Wege, um dich von diesem Irrtum zu kurieren.“ Mit ungewohnt herrischer Geste wies er zur Tür. „Pirino, du stehst vorläufig unter strengem Arrest.“

„Besinne dich auf deine Pflichten! Besinne dich auf deine Pflichten!“

„Verdammt, lasst mich in Ruhe“, brüllte Pirino, ohne recht zu wissen, wen er damit meinte. „Ich kenne meine Pflichten – und zwar besser als ihr.“ Rastlos lief er in dem Turmverlies auf und ab.

Wie ein Lichtblitz durchzuckte ihn ein neues Bild. Er sah eine gewaltige Burg auf einem zerklüfteten Felsen. Ein gedrungener sechseckiger Turm mit scharfkantigen Zinnen erhob sich über düsteren Mauern aus roh behauenen Steinen.

Pirino blieb stehen. Sein Atem ging stoßweise.

„Besinne dich auf deine Pflichten! Besinne dich auf deine Pflichten!“

Seine Kehle zog sich zu. Das Turmverlies hatte nichts von seinen Schrecken verloren. Die Dunkelheit … die unsichtbare Stimme … die Angst, was ihn nach der Gefangenschaft erwartete … Demütigungen … Misshandlungen …

Nein, nein, das war Valbredos Art gewesen, seinen Widerstand zu brechen.

Meister Salco würde so etwas nie tun, er war anders … stimmte das wirklich? Schließlich hatte er ihn einsperren lassen … Waren das Anzeichen dafür, dass er Valbredo allmählich immer ähnlicher wurde?

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Seitenaufrufe: 243 mal Aufgerufen Am 7. Mai 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Jugendroman, Mammutwald, Orden, Priester, Rosenmagier, Verschwörung, Wolkenschloss
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