Der Rattenripper

Der Rattenripper
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Webseite: http://stefanlamboury.de.to
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783847670902
In der Kanalisation wird eine Frauenleiche gefunden. Die Frau wurde von Ratten geradezu aufgefressen. Die Beamten Herr Baumann und Frau Mey stehen vor einem Rätsel. Wie ist sowas möglich? Der Täter hält seine Morde auf Video fest und lässt sie anonym den Beamten zu kommen. Je mehr die Beamten herausfinden, desto größer wird das Interesse des Täters an Frau Mey.
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Sie schlug die Augen auf und starrte in die Dunkelheit. Sie hatte keine Ahnung wo sie sich befand, oder wie sie hierher gekommen war. Ein leichter Schmerz saß in ihren Schultern, doch sie nahm ihn kaum wahr. Der Duft von Fäkalien und abgestandenem Wasser machte sich kaum merkbar in ihrer Nase breit. Sie versuchte zu schreien, doch die Worte blieben ihr im Halse stecken. Ein fader Geschmack wie von einer ausgeleierten Socke lag ihr auf der Zunge.  Petra ließ einen Blick durch den Raum schweifen. Wage konnte sie die Umrisse von Rohren erkennen, die an grauen Wänden entlangliefen. Sie glaubte Lärm zu hören, aber sie war sich nicht sicher, die Geräusche klangen dumpf und schienen etliche Meter oder Kilometer weit entfernt zu sein. War das hier ein Traum? Lag sie in ihrem Bett und schlief? Sie konnte sich nicht daran erinnern, Zuhause gewesen zu sein. Sie wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht, was sie in den vergangen Stunden getan hatte oder wo sie gewesen war. Ihre Sinne begannen sich zu klären, der Lärm auf der Straße war deutlich zu hören, sie vernahm Motorengeräusche von Autos, und das dumpfe Knattern eines Presslufthammers. Sie vernahm Schritte wie auch das Quengeln und Fauchen von Kindern und gestressten Müttern. Ein kalter Windhauch fuhr ihr um die Taille und sie stellte mit Entsetzen fest, dass sie nackt war. Wer hatte ihr das angetan und was war mit ihren Kleidern geschehen? Hatte man sie weggeworfen wie ein paar alte Putzlappen? War sie  in die Hände eines Perverslings gefallen? Einer der Leute, die den Slip ihrer Opfer aufbewahrten, um an ihm zu riechen und hinein zu wichsen? Und wenn dem so war, was hatte dieses Schwein mit ihr vor? Wollte man sie vergewaltigen, oder Nacktfotos von ihr machen um sie für seine oder ihre private Sammlung zu behalten? Wollte man sie umbringen? Bei dem Gedanken daran was man ihr alles antun könnte stieg Panik in ihrem Innerem auf und sie begann an den Fesseln zu zerren.  Die Kette der Handschellen spannte sich nur um kurz darauf wieder zu erschlaffen. Ein kurzer Schmerz bereitete sich in ihrem Handgelenken aus, doch Petra registrierte ihn kaum, ein weiteres Mal begann sie an ihren Fesseln zu zerren, nur um feststellen, dass es aus ihrer eisigen Umklammerung kein Entrinnen gab. Petra versuchte um Hilfe zu schreien, doch aus ihrer Kehle drangen nur ein paar Laute, die man nicht definieren konnte. Das Herz schlug ihr bis zum Halse, kalter Angstschweiß lief ihren Nacken herunter. Sie schloss die Augen und zwang sich ruhig zu bleiben, wenn sie jetzt in Panik geriet würde ihr das nichts nützen. Irgendwann würde  jemand kommen. Und was geschah dann? Petra verdrängte den Gedanken, es brachte nichts sich jetzt verrückt zu machen, ihr blieb so oder so nichts anderes übrig als abzuwarten. Petra versuchte sich daran zu erinnern, wer ihr das angetan haben könnte. Einer aus ihrem Bekannten oder Freundeskreis? Jemand mit dem sie sich verkracht hatte? Sie zermarterte sich  das Hirn, doch ihr fiel niemand ein. Sie hatte  keine Feinde und sie waren auch nicht wohlhabend. Warum war sie entführt worden? War es jemand aus ihrer Kindheit, ein Mitschüler oder eine Mitschülerin, mit der sie sich damals schon nicht verstanden hatte und die sich an ihr rächen wollte. Ein damaliger Liebhaber? Das war lächerlich, sie war  immer beliebt auf der Schule gewesen, gut es gab ein paar Schüler die sie nicht besonders mochten, aber keinem von denen traute sie zu, dass er deswegen zu so drastischen Mitteln griff. Zudem lag ihre Schulzeit auch schon etliche Jahre zurück. Selbst ein Exfreund kam nicht in Frage, sie war seit über zwanzig Jahren glücklich verheiratet und wer war schon so verrückt, dass er nach über zwanzig Jahren beschließt sich an ihr zu rächen. Petra ließ  den Tag Revue passieren. Sie war die Letzte im Büro gewesen, sie war noch damit beschäftigt gewesen, die Bilanzabschlüsse für den nächsten Tag fertig zu stellen. Alle anderen Mitarbeiter der Firma hatten das Büro gegen sieben Uhr verlassen, nur sie war noch da geblieben, weil ihr Chef die Abschlüsse bis zum nächstem Tag um acht Uhr auf seinem Schreibtisch haben wollte. Erst Abends um acht Uhr hatte sie ihren Computer heruntergefahren und war in die Tiefgarage zu ihrem Wagen gegangen. Auf dem Weg dorthin war Petra der schwarze BMW aufgefallen, der sich ein paar Plätze weiter befunden hatte. Der Wagen hatte  getönte Scheiben und soweit sie wusste fuhr keiner ihrer Kollegen so ein Auto. Jedoch hatte sich Petra nichts weiter dabei gedacht. Als sie  gerade bei ihrem Audi angekommen war, hatte sie einen leisen Knall vernommen, begleitet von einem Stich, der sich in ihre linke Schulter bohrte. Und dann war sie an diesem Ort wieder wach geworden. Was zwischen dem Schuss und ihrem Erwachen passiert war, wusste sie nicht, aber es war offensichtlich, dass ihr jemand in der Tiefgarage aufgelauert hatte. Er hatte sie wahrscheinlich während sie bewusstlos gewesen war ausgezogen und an diesen Ort gebracht. Sie vernahm Schritte. Jemand schien zu kommen.

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Seitenaufrufe: 93 mal Aufgerufen Am 6. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Der Rattenripper, Frau Mey, Herr Baumann, Horror, Kanalisation, Ratten, Stefan Lamboury
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