Der Puppenfriedhof

Der Puppenfriedhof
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als E-Book
Familien-Horror in Las Vegas! Das FBI-Team um Nat Porter ist erneut gefordert. Entführer haben Dana und Amy Berg, die beiden jungen Töchter einer deutschen Auswandererfamilie in Las Vegas in ihre Gewalt gebracht und drohen mit deren Tötung, falls das Lösegeld nicht innerhalb der geforderten Frist gezahlt wird. Während das Team versucht den Kidnappern auf die Spur zu kommen, wird ihnen ein weiterer Fall zugeteilt. Ein Familienvater aus San Francisco wurde mit einem Messer brutal massakriert und getötet. Die Befragung der Witwe führt Keyomi Grant, die Systemanalytikerin des Teams ins Darknet, das Internet der dunklen Seite der Gesellschaft, in dem Auftragsmörder, Dealer und Waffenhändler Dienstleistungen und Waren feil bieten. Die Frage, was der eher biedere Bankangestellte Liam Carter dort zu suchen hatte und wer ihn auf diese sadistische Weise ermordete, treibt das Team genauso um, wie der Druck Dana und Amy Berg lebend aus den Fängen der Entführer zu befreien. Dass beide Fälle auf seltsame Weise miteinander verwoben sind, ahnt am Anfang niemand ...
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Die Tür wurde aufgeschlossen, und sie hörten wie Schritte in ihre Richtung kamen. Doch dieses Mal war es nicht nur eine Person, und Dana spürte, dass sich Amy, dessen Hände sie hielt, es ebenfalls wahrgenommen haben musste, denn ihre Schwester verkrampfte sich.

»Sind sie allein?«, fragte Dana vorsichtig.

»Nein«, sagte die Frauenstimme. »Ich habe jemanden mitgebracht, der mir beim Tragen hilft, denn ich habe nicht nur Frühstück für euch dabei, sondern auch noch neue Zeitschriften und ein paar Spiele.«

»Hallo Dana! Ich bin es. Wir haben uns gestern kurz gesprochen«, sagte die junge Männerstimme.

»Was hast du?«, schrie die Frau entsetzt, und sie ließ anscheinend die Zeitschriften auf den Boden fallen.

Dana und Amy rückten vor Schreck noch ein wenig näher zueinander, aber insgeheim freute Dana sich, denn sie erkannte die Stimme wieder. Es war der eine, der harmlosere Mann, der am Entführungstag dabei gewesen war.

»Ich habe gestern mit ihr geredet. Was ist daran so schlimm?«

»Was daran schlimm ist?«

Dana hörte so etwas wie ein dumpfes Klatschen und versuchte verzweifelt einen Blick durch die mickrigen Löcher in ihrem Sack zu werfen, doch er war verrutscht.

»Au! Warum schlägst du mich?«

Dann kam die Stimme näher, und eine Hand ruckelte an ihrem Arm. Dana schrie kurz auf. »Los, erzähl! Was hast du getan?« Es entstand eine kurze Pause. »Ach, wie schlau von dir! Du hast die Möbel zusammengerückt und bist darauf gestiegen. Du hast ihn also gesehen, und ihr habt geredet!?«

Dana nickte. Es hatte ja sowieso keinen Zweck es zu leugnen.

Die Stimme entfernte sich wieder. »Und über was habt ihr euch unterhalten? Hast du ihr erzählt, wo wir hier sind?«

»Nein!«, riefen Dana und der junge Mann, wie aus einem Mund.

»Nein?«, fragte die Frauenstimme erstaunt.

»Natürlich wollte ich etwas aus ihm herausbekommen. Ist ja logisch, oder?«, sagte Dana. »Aber – ich hatte keine Chance.«

»Warum?«

»Er hörte überhaupt nicht zu, was ich sagte. Stattdessen redete er die ganze Zeit mit sich selbst – von falschen Freunden, und dass die Verwandlung noch stattfinden würde und …«

»Und was?«

»Dass dummes Hirn zu essen, nichts bringen würde. Keiner würde das begreifen … Und ganz ehrlich? Ich habe einen überdurchschnittlichen IQ, bin hochbegabt, aber in dem Augenblick habe selbst ich nichts verstanden!«

»Und dann?«

»Dann hat er mich nur kurz angesehen und ist gegangen.«

»Kannst du das so bestätigen, Di …« Sie stockte plötzlich. »Also, stimmt das, was sie sagt?«

»Ich glaube schon, Tante.«

»Oh Gott, los wir gehen … nein warte! Wir nehmen den Tisch und die beiden Stühle mit. Dann kannst du nicht mehr ganz nach oben klettern. Glaub mir, das ist für alle Beteiligten am besten.«

Die Schritte entfernten sich, und kurze Zeit später hörten sie, wie der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde. Dana zog ihrer Schwester den Sack vom Kopf. »Siehst du? Alles ist gut gegangen. Hast du etwas durch die Löcher gesehen?«

Wider erwarten nickte Amy.

»Was?«, rief Dana und lachte ihre Schwester breit an. »Echt?«

»Ja! Sie hat schwarze Haare, die zu einem wunderschönen Zopf geflochten waren, ist ein wenig dicker …«

»Und du würdest sie wiedererkennen?«

Amy nickte. »Ich glaube schon.«

»Das ist sehr gut. Dann hast du die Frau und ich einen der Männer gesehen. Sie werden sicherlich Lösegeld für uns gefordert haben. Nachdem Mama und Papa das Geld bezahlt haben, wovon ich schwer ausgehe und sie uns frei lassen, ist das schon einmal eine sehr gute Ausgangsbasis für Ermittlungen.«

»Und, was meinst du, wie viel Geld …?«

Dana hielt plötzlich einen Zeigefinger vor ihren Mund und sagte: »Pst!«

Amy guckte sie mit großen Augen an. »Hm?« Dann hörte sie es auch. Die Frau und ihr Neffe gingen anscheinend über den Hof und unterhielten sich.

»Tante, die Mädchen – sie sind fast wie meine Freunde …« Er überlegte und suchte nach den richtigen Worten. »Nur irgendwie lebendiger. Findest du nicht? Was wird mit ihnen passieren? Was habt ihr mit ihnen vor?«, fragte der Junge.

»Ich weiß nicht, was die Männer letztendlich mit ihnen machen werden, wenn sie das Geld haben.«

»Werden sie sie trotzdem töten?«

Amy und Dana sahen sich alarmiert an.

»Dein Onkel ist unberechenbar. Das hast du ja schon am eigenen Leib erfahren.«

»Aber wenn, dann könnten wir sie ja auf dem Friedhof …«

»Jetzt mach mal halblang, Diego!«, stoppte Rosa Lopez ihren Neffen. »Es sind nicht welche deiner … deiner seltsamen Freunde! Und ich für meinen Teil, werde sie für den Rest ihrer Zeit gut behandeln. Auf die etwas Ältere müssen wir allerdings ein Auge haben, die ist zu schlau für ihr Alter.«

Die Stimmen verschwanden und Dana konnte die Antwort des jungen Entführers nicht mehr verstehen. Sie schluckte und sah zu ihrer Schwester, die am ganzen Körper zitterte.

»Meinst du, sie wollen uns wirklich töten?«, fragte Amy mit Tränen in den Augen.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 29 mal Aufgerufen Am 23. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Entführung, FBI, Horror, Las Vegas, Mord, Profiler, Thriller
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.