Der neue Star

Der neue Star
Preis: 3,90 €
Autor:
Genres: Kinder & Jugend, Romantik
Webseite: www.rene-bote.jimdo.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783735758798
Für die zwölfjährige Hanna erfüllt sich ein Traum, als sie in einem großen Kinofilm die Hauptrolle spielen darf, und ihr Co-Star Tobias entpuppt sich als die denkbar beste Besetzung für die Rolle des Jungen, in den Hannas Figur sich verliebt. Doch als der Film in die Kinos kommt und nicht nur Hannas Freunde glauben, dass die beiden Hauptdarsteller auch hinter der Kamera ein Liebespaar geworden sind, beginnt für Hanna ein grenzenloses Gefühlschaos...
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Gegenwart, erste Septemberwoche:

Tolles Wetter mal wieder! dachte Hanna, als sie auf den Bürgersteig trat. Dicke Wolken hingen über der Stadt und sperrten jeden Sonnenstrahl aus, eine steife Brise trieb feinen Nieselregen durch die Straßen. Hanna fröstelte, obwohl es so kalt eigentlich nun auch wieder nicht war und sie extra ihren winddichten Anorak angezogen hatte. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie noch nicht richtig ausgeschlafen war, denn übermüdet fror man ja leichter.

Die beste Voraussetzung für den ersten Schultag nach den Sommer­ferien waren wenig mehr als fünfeinhalb Stunden Schlaf bestimmt nicht, noch dazu, wenn alle Klassenkameraden schon seit einer Woche wieder die Schulbank drückten. Hanna war beurlaubt gewesen, und während sie gerade so schnell Richtung Bushaltestelle schlurf­te, dass sie keine Gefahr lief, den Schüler­einsatz­wagen zu verpassen, dachte sie kurz daran, dass es vielleicht besser gewesen wäre, sich auch für diesen Montag noch vom Unterricht befreien zu lassen. Auf der anderen Seite hätte sie dann aber auch den Stoff für einen weiteren Tag nachholen müssen, und deshalb hatte sie sich entschieden, sich von ihren Eltern keine Entschuldigung schreiben zu lassen, obwohl sie bis zum Vortag noch in Berlin gewesen und erst um kurz nach Mitternacht wieder zu Hause angekommen war. Irgendwie würde sie es schon schaffen, nicht sang- und klanglos einzuschlafen, und eine innere Stimme sagte ihr, dass ihr heute keiner der Lehrer ihre Müdigkeit übel nehmen würde. Die Lehrer kannten den Grund ihrer Abwesenheit in der Vorwoche, und Herr Kröger, bei dem Hanna schon seit der fünften Klasse Deutsch hatte, hatte vor den Ferien schon was verlauten lassen, dass er die heutige Doppelstunde aus gegebenem Anlass einem Exkurs zum Thema ‚Medium Film‘ widmen würde.

Knapp zehn Monate früher, Montag der zweiten Adventswoche:

Hanna saß im Schneidersitz auf ihrem Bett, ihren Laptop auf dem Schoß, und surfte auf der Webseite ihrer Lieblingsjugendzeitschrift herum. Die gedruckte Ausgabe kaufte sie sich nur selten, denn jede Woche einen Euro und sechzig Cent dafür auszugeben, war ihr einfach zu teuer, aber die Onlineversion schaute sie sich regelmäßig an. Reihenfolge und Schwerpunkte der Themen, die sie las, waren immer wieder unterschiedlich, ob sie sich mehr auf Musik, Kino, Buch­besprechun­gen oder die Aufklärungsecke konzentrierte, hing ab von ihrer Stimmung, Fragen, die für sie selbst gerade aktuell waren, und dem, was auf dem Schulhof und im Freundeskreis momentan im Gespräch war.

An diesem Tag sprang sie bereits auf der Startseite eine balkendicke Schlagzeile an: ‚Dar­steller gesucht‘. Hanna dachte spontan an die Fotoromane, die ebenfalls regelmäßig Bestandteil der Zeitschrift waren, und klickte neugierig auf den Link. Für sie selbst kam das zwar nicht in Frage, denn davon ab, dass sich die Geschichten immer um Jugendliche und junge Erwachsene drehten, sie also – gerade erst zwölf geworden – noch mehrere Jahre zu jung dafür war, konnte sie sich unter keinen Umständen vorstellen, in Unterwäsche für Fotos zu posieren, die sich jeder Junge in ihrer Klasse anschauen konnte, aber es interessierte sie, ob man bestimmte Voraus­setzungen mitbringen musste, wenn man sich als Darsteller bewerben wollte.

Als die Seite sich aufgebaut hatte, was wegen der vielen grafischen Elemente trotz der eigentlich recht schnellen Internetverbindung ein paar Sekunden dauerte, erkannte Hanna ihren Irrtum. Es ging nicht um frische Gesichter für die Foto­romane, und die Zeitschrift hatte mit dem Aufruf als solchem überhaupt nichts zu tun; vielmehr bediente sich die Filmgesellschaft MBZ-Films des weithin bekann­ten Mediums, um mit der Ein­ladung zum Casting für einen neuen Kinder­film möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen.

MBZ beabsichtigte, das Buch ‚Das Geheimnis der Spukvilla‘ zu verfilmen, und veranstaltete in verschiedenen Städten in ganz Deutschland Casting­termine. Eine bekannte Jungschau­spieler­in, die jetzt etwas über zwanzig und seit ihrem achten Lebensjahr regelmäßig in Kino und Fernsehen zu sehen war, war in diesem Zusammenhang interviewt worden und erklärte, dass es solche Gelegenheiten, einfach so ins Film­geschäft hineinzuschnuppern, nicht sehr oft gab. Bei den meisten Projekten wurde eine Casting­agentur beauftragt, die dann in der eigenen Kartei nach geeigneten Kandidaten suchte und unter Umständen ihrerseits andere Agenturen anschrieb und aufforderte, den Castingaufruf an Jungen und Mädchen zu verteilen, die bei ihnen unter Vertrag standen und den Anforderungen entsprachen.

Hannas Herz begann schneller zu schlagen. Mit­spielen in einem Kinofilm, ja, das würde sie wirklich gern einmal machen, und wenn sich tatsächlich jeder bewerben durfte, warum sollte sie es dann nicht versuchen? Schauspielen konnte sie, das hatte sie im Schultheater schon unter Beweis gestellt, und wenn es nicht reichte, dann schadete es doch auch nichts.

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Seitenaufrufe: 38 mal Aufgerufen Am 30. Juni 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Erste Liebe, Film, Freundschaft, Jugendbuch, Jungschauspielerin, Jungstar, Kinderbuch
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