Der mit dem Leben spielt

Der mit dem Leben spielt
Preis: 2,99 €
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Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: www.hintergangen.de
Erhältlich: Als E-Book
Gehen Sie mit auf eine Busreise! Begleiten Sie Cornelius, Klothilde, Heidelinde und Co. auf einer recht sonderbaren Fahrt in die Schweiz. Nach und nach verschwinden einzelne Mitreisende und die Polizei findet ihre Leichen. Helfen Sie Kommissar Bachmann bei der Aufklärung der Fälle, doch passen Sie auf, dass man nicht Sie als Mörder entlarvt.
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Leseprobe

Sorgfältig faltete Fräulein Klothilde Wiesner ihr angerautes Flanell-Nachtkleid zusammen und legte es in ihren kleinen Koffer.

Dort lagen schon fein säuberlich ein paar zusätzliche Schuhe, 5 Unterhosen, alle Feinripp weiß, mehrere Nylon-Strumpfhosen und 2 BH´s, fleischfarben versteht sich.

Klothilde stand vor ihrem offenen Kleiderschrank, legte ihren rechten Zeigefinger an ihre spitze Nase und überlegte, was sie noch zu ihrer Kurzreise in die Schweizer Berge mitnehmen sollte.

Es war schon recht schwer, denn Fräulein Wiesner hatte den Kleiderschrank voll mit alt jungfernlicher Kleidung.

Fräulein Klothilde Wiesner war pensionierte Sonderschullehrerin und reiste nun in ihrer vielen Freizeit durch die Lande.

Auch morgen würde sie wieder eine 4-tägige Busfahrt in die Schweizer Berge unternehmen.

Immer wieder murmelte sie etwas vor sich hin, drehte sich flink vom Koffer zum Kleiderschrank und wieder zurück.

Sie stemmte, als sie endlich fertig war, die Hände in die Hüften und ließ dann mit einem lauten Plumps den Deckel des Koffers zufallen.

„So, des hätten wir“ grummelte sie vor sich hin.

Klothilde war eine vollschlanke Person, ihre Wirbelsäule war leicht nach vorne gebeugt.

„Das kommt vom neugierig sein“ wussten ein paar ehemalige Kolleginnen zu berichten.

„Überall muss die Ihre Nase hineinstecken“ erzählten sie.

Thilde, wie sie sich selbst nannte, wenn sie mit sich selbst sprach, wusste es besser. Schon ihr Vater hatte Schwierigkeiten mit der Wirbelsäule und hing mit 85 Jahren mit dem Kopf fast auf dem Fußboden.

Sie musste wohl die Skoliose geerbt haben.

Niemals hatte sie allerdings ihren Kollegen gegenüber er-

wähnt, woher sie stammte. Ihrem Dialekt nach zu urteilen, kam sie entweder aus dem Hessischen, aber auch das Saarland könnte ihre Heimat gewesen sein.

Das klang ja so ähnlich.

Fräulein Wiesner lief noch schnell ins Bad und kam dann mit einer Packung Corega-Tabs zurück.

„Thilde, Thilde,“ rief sie aus und schüttelte dabei ihren grauen Bubikopf.

„Du wirst alt“.

Gut, dass sie noch an die Tabs gedacht hatte, denn auch auf Reisen konnte sie nicht darauf verzichten und legte jeden Abend ihr Gebiss in ein mit den Tabs gefülltes Wasserglas.

Auf Hygiene achtete Fräulein Wiesner sehr. Ja, da konnte man ihr nichts nachsagen.

Immer korrekt und sauber, das war ihre Devise.

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Seitenaufrufe: 54 mal Aufgerufen Am 24. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Krimi, Kriminalkomödie, Mord, Schweizreise, Spannung
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