Der kleine Feigenkaktus

Der kleine Feigenkaktus
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Humor
Webseite: www.heidioehlmann.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
In Lillys Leben läuft gerade alles schief. Erst verliert sie ihren Job und dann kommt es auch noch zur Trennung von ihrem Freund. Als sie nicht mehr weiß, wie es privat und beruflich weitergehen soll, erhält sie den Anruf eines Notars. Von ihm erfährt sie, dass ihre Tante kürzlich verstarb und Lilly als Alleinerbin eingesetzt wurde. Kurz darauf macht sich die junge Frau auf den Weg zum Notar, um die Erbschaftsangelegenheit zu regeln. Noch ahnt sie nicht, was sich hinter dem Erbe verbirgt. Neben einem Haus und einer Menge Bargeld gehört auch eine Vielzahl von Pflanzen zum Nachlass. Darunter verbirgt sich ein kleiner unscheinbarer Feigenkaktus, der Lilly anfangs Angst einjagt, sich später aber als große Hilfe entpuppt. Denn der Feigenkaktus besitzt unter anderem das Talent, zu sprechen. Auch in Sachen Liebe gibt es eine entscheidende Wendung für Lilly.
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Kapitel 1

Die Autobahn war an diesem Mittwochvormittag brechend voll. Es hatte den Anschein, als ob ausgerechnet an diesem Tag jeder, der einen fahrbaren Untersatz besaß, den gleichen Weg nahm, wie Lilly. Es war wieder Mal so typisch. Immer wenn sie mit dem Auto auf längeren Strecken unterwegs war, waren die Straßen überfüllt. Vielleicht lag es auch an dem sonnigen Frühlingstag, dass so viele Menschen raus wollten. Die ersten Sonnenstrahlen eines Jahres nutzen die meisten Leute für einen Ausflug. Lilly konnte sich allerdings etwas Besseres vorstellen, als diesen wunderschönen Tag auf der Autobahn zu verbringen. Sie wäre jetzt lieber auf einer Wiese bei einem Picknick gewesen. Dafür hätte sie nicht weit fahren müssen. Wahrscheinlich wäre sie bei diesem Wetter sogar zu Fuß gegangen. Der Stadtpark lag nur wenige Gehminuten von ihrer vorübergehenden Unterkunft entfernt. Natürlich wäre Lilly an diesem Tage nicht die Einzige, die auf die Idee kam, in den Park zu gehen. Sobald es draußen wärmer wurde, schwärmten viele Stadtbewohner gleichzeitig in den schönen Stadtgarten aus. Um es etwas ruhiger zu haben und für sich zu sein, musste man schon aus der Stadt raus fahren. Aber auch das wäre für Lilly mit keinem größeren Aufwand verbunden.

So einen entspannten Ausflug in die freie Natur hatte sie schon lange nicht mehr unternommen. Bei dem Gedanken bekam sie Lust, einfach mal wieder ins Grüne zu fahren. Vielleicht hatte sie in den nächsten Tagen die Gelegenheit dazu.

Bis jetzt kam sie trotz des Verkehrs ganz gut voran. Solange es vorwärts ging, war Lilly zufrieden. Doch die Fahrzeuge vor ihr wurden immer langsamer und kamen allmählich zum Stillstand.

„Na toll! Ein Stau hat mir jetzt noch gefehlt“, fluchte sie in ihrem alten Kleinwagen. Es grenzte schon fast an einem Wunder, dass ihr altes Auto überhaupt noch fuhr. Vor Fahrtantritt hatte Lilly schon Bedenken, ob sie die Strecke mit ihrem in die Jahre gekommenen Wagen noch schaffen wird. Zum Glück war es noch nicht so heiß draußen, sonst hätte sich ihr altes Auto längst ganz automatisch zur Sauna umfunktioniert. Denn es hatte keine Klimaanlage. Im Sommer konnte es bei langsamer Fahrt ziemlich anstrengend sein, sich länger in dem kleinen Flitzer aufzuhalten. Selbst wenn alle Fenster nach unten gekurbelt waren, kam nur bei höheren Geschwindigkeiten so viel Luft hinein, dass es im Inneren auszuhalten war.

Lilly war gerade auf dem Weg von Berlin nach Wernigerode und hatte fast die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Nun stand sie mitten auf der Autobahn in einem Stau und dachte an die Ereignisse der letzten Monate zurück.

Der Frühling war ihre liebste Jahreszeit. Nur in diesem Jahr brachte er ihr einfach kein Glück. In den vergangenen Wochen jagte ein Unheil das Nächste. Alles begann damit, dass sie Ende Januar die Kündigung für ihre Stelle in der Buchhandlung bekam. Herr Wiesener, ihr Chef, ein älterer Herr Anfang sechzig kündigte ihr, weil es sich für ihn nicht mehr rentierte, den Laden weiter zu führen. So kurz vor der Rente wollte er sich keinen neuen Kredit mehr ans Bein binden. Zumal es unmöglich erschien, das geliehene Geld durch die Einnahmen zurückzahlen zu können. Er erklärte Lilly, dass er schon seit Monaten nur noch drauf zahlte und seine Ersparnisse sich nun langsam dem Ende neigten. Er liebte seinen Laden und hätte ihn gerne weitergeführt. Aber ein Geschäft, was anstatt Geld einzubringen, nur die Rücklage frisst, kann sich auf Dauer nun mal keiner leisten.

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Seitenaufrufe: 53 mal Aufgerufen Am 17. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Erbe, Fantastische Literatur, Intrige, Liebe, sprechender Kaktus
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