Der Journalist – „Himmel der armen Seelen“

Der Journalist – „Himmel der armen Seelen“
Preis: 14,90 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.hansjuergen-woelfinger.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783732303847
Der deutsche Journalist Frank Neumann bekommt die Chance seines Lebens – ein Interview mit der New Yorker Polizei Legende Eugen Boron - Anlässlich dessen 70. Geburtstages. Anstatt über seine berühmtesten Kriminalfälle zu erzählen, überrascht Boron mit den Erlebnissen seiner traurigen Kindheit in einem russischen Kinderheim. Immer tiefer erhält Neumann Einsicht in das Leben des Polizisten und die Umstände, die ihn nach Amerika führten. Ein längst verdrängtes Verbrechen im damaligen Kinderheim scheint dabei eine Verbindung in das heutige New York aufzuweisen und ein ungelöster Kriminalfall wird wieder aktuell. Eine Erzählung die unter die Haut geht.
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Leseprobe

Hansjürgen Wölfinger

Der Journalist

Himmel der armen Seelen

Roman

Leseprobe

1

Wie jeden Morgen wachte ich in meinem Zimmer, in einem Haus, das in einer langen Reihe von braunroten Backsteinhäusern in Brooklyns Brownstones lag, auf und fragte mich, wie ich den heutigen Tag verbringen sollte.

Wie oft ging ich durch die Straßen von Brooklyn, Manhattan, Queens oder auch durch die Straßen der Bronx, um das dortige Treiben nach Besonderheiten oder Kuriosem zu durchsuchen. Ich kann es nicht mehr zählen.

Am liebsten verbrachte ich meine tägliche Suche in Brooklyn dem früheren Arbeiterstadtteil mit den herrlichen pittoresken Sandsteinfassaden in den Brooklyn Heights.

Durch die Verschmelzung der unzähligen Einwanderer und deren Kulturen hat Brooklyn einen ganz eigenen Charakter entwickelt – für einige sogar einen eigenen Dialekt.

Heute aber hatte ich keine Lust durch die Straßen zu latschen, sondern blieb in meiner Wohnung.

Nach dem  Aufstehen, die Uhr zeigte 11.30, war es eigentlich schon Mittag. Egal, ich frühstückte erst einmal ausgiebig, um dann zu duschen und

mich anzuziehen.

Da der Tag fast schon gelaufen war, setzte ich mich auf mein Sofa um die einschlägigen Zeitungen und Zeitschriften nach Anzeigen zu durchsuchen.

Feierte jemand Goldene Hochzeit oder vielleicht seinen 100. Geburtstag? Fragen, die ich mir jeden Tag stellte, um mir meinen Lebensunterhalt mit ein paar Interviews oder kleinen Berichten von irgendwelchen Ereignissen, die die Leser interessieren könnten, zu finanzieren.

Als freier Journalist, der New York Post war, ich immer auf meinen Redakteur angewiesen, dass er mir die Stories für ein paar Dollar abkaufen würde.

An diesem Tag stieß ich auf eine Anzeige der Times mit der Überschrift „Unserem ehemaligen Kameraden herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag.“

„Deine Kumpels vom NYPD.“

Wieder so ein Geburtstag. Wie so viele, die jeden Tag die Seiten füllten. Ich schenkte dieser etwas überdimensionierten Annonce keine weitere Aufmerksamkeit und studierte alle weiteren Seiten penibel durch.

Irgendwann, nach Stunden, hatte ich keine Lust mehr, knallte die New York Times zu den anderen Zeitungen auf den Wohnzimmertisch, ließ mich rücklings auf das Sofa fallen und schloss für eine

kurze Zeit die Augen, als mich das Klingeln des

Telefons in die Höhe schnellen ließ.

»Ja, hallo«, räusperte ich in die Muschel.

»Hey Frank, wie schauts aus, treffen wir uns bei Keegan?«

»Was, jetzt schon?«

»Wie jetzt schon? Es ist sieben Uhr abends.«

»Was, schon so spät?«, antwortete ich zurück.

»Okay, ich komme. Kommen Rob und Luther auch?«, schob ich noch hinzu und Jeff verabschiedete sich mit einem knappen

»Ja, bis gleich.«

Eine schlappe halbe Stunde später traf ich in Keegan’s Bar ein.

Als ich die Tür öffnete und in den Raum eintrat, schlug mir ein Schwall aus Schweiß, Bier und Rauch entgegen, der mich eigentlich zur Umkehr zwingen sollte, aber nein, es war für mich ein angenehmer Geruch. Ein Geruch von Wärme, Freundschaft und Geborgensein.

»Hey Jungs«, rief ich und klopfte auf den Tresen.

»Hey Chefredakteur«, begrüßte mich Rob.

Luther und  Jeff grinsten über beide Backen und gaben mir einen Klaps auf den Rücken. Ich setzte mich zwischen Luther und Jeff auf einen der unbequemen Barhocker.

»Ein Bud bitte.«

»Na, wie geht es dir?«

»Danke Luther, ganz gut. Leider habe ich heute

wieder nichts für meine Zeitung gefunden.«

»Habt ihr was für mich?«

»Jeff, du alter Schnüffler wie schauts bei dir aus, hast du keine gute Story?«

»Frank du weißt doch, als Privatdetektiv darf und kann ich dir nichts sagen. Die Schweigepflicht gegenüber meinen Kunden ist mir heilig.«

»War ja nur Spaß.«

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Seitenaufrufe: 126 mal Aufgerufen Am 26. November 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Kinderheim, Krimi, New York, Roman, Russland
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