Der dunkle Baron

Der dunkle Baron
Preis: 14,90 €
Autor:
Genres: Belletristik, Horror & Mystery
Webseite: www.erwachsenen-buch.ch
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783960500797
Eines Tages trifft Sandra in ihrem Stammcafé auf einen neuen Gast. Diese Begegnung löst einen Feuersprung aus und reißt den Schleier des Vergessens auf. Sandra durchlebt die Verzweiflung eines früheren Lebens, hilflos im Schattenreich gefangen zu sein. Aus Sicht der Verstorbenen nimmt sie all die Tragik wahr, die sich damals abgespielt hat. Melissa und ihr Liebhaber Gustav sind ein schillerndes Paar, bewegen sich in vornehmen Kreisen. Sie führen ein ausschweifendes Leben. Bis zu dem Punkt, an dem Melissa ihrem oberflächlichen Leben eine Wende geben will und sich von Gustav trennt. Finanziell von Melissa abhängig und durch Melissas neuen Partner in seiner Ehre verletzt, gründet dieser einen schwarzmagischen Zirkel und lässt sich auf den dunklen Baron ein, um sich zu rächen. Auch Mord und Missbrauch sind akzeptable Mittel für ihn. Doch die Seelen der Ermordeten hängen im Reich der Schatten fest und nur die Liebe kann die Dämonen besiegen und die Tür zum Licht aufstoßen. Ein Leben später trifft Sandra die Menschen aus ihrem vergangenen Leben wieder. Was sind die karmischen Folgen für alle Beteiligten? In welcher Beziehung steht sie heute zu ihnen? Und vor allen Dingen: Wird sie endlich mit ihrem Seelenpartner zusammen sein? Anmerkung des Verlages: Der Titel der ursprünglichen Ausgabe (eines anderen Verlages) lautet: "Nadelspitzen in schwarzem Samt". Bei "Der dunkle Baron" handelt sich um eine vollständig überarbeitete Neuauflage des Franzius Verlages.
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Leseprobe

Die Frau im weißen Kleid

So beginnt eine Geschichte in einer anderen Zeit an einem anderen Ort. Die Wucht der Erinnerungen trifft sie unvorbereitet. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass entscheidende Momente im Leben von lauter und greller Dramatik sein müssen.
Irgendwo in einem schönen Park steht eine herrschaftliche Villa. Tatsächlich ist die Zeit in dieser Villa stehen geblieben. Das alte Gemäuer ist umhüllt von einem grauen Nebel. Die alten Bäume im Park neigen ächzend ihre Kronen im Wind und erzählen die Geschichte von Melissa, der einstigen Hausbesitzerin, die vor vielen, vielen Jahren hier gelebt hat.
Wilde Rosen ranken sich an den Mauern entlang. Niemand bewohnt das Haus mehr, es steht einsam und leer da. Nur um Mitternacht huscht ein scheuer Schatten über die Veranda. Kurze Zeit später wird auf der Terrasse die weiße, durchsichtige Gestalt einer Frau gesichtet. Das Haus schläft einen langen tiefen Schlaf.
Das war nicht immer so. Einmal war die Villa belebt von Leben, Lachen, Musik und Fröhlichkeit. Der Ruf aus einem verschwommenen Traumland hat Sandra erreicht und lautlos öffnen sich verschlossene Türen. Sie wanderte stille und einsame Wege, die sehr beschwerlich waren, bevor die Seele erwachen konnte.
Der Vollmond erleuchtet das herrschaftliche Anwesen, das in dem schönen Park mit seinen alten Bäumen steht. Bei genauer Betrachtung wird offensichtlich, dass die herrschaftliche Villa einen neuen Anstrich vertragen könnte. Der rötliche Putz der Fassade bröckelt etwas ab. Die einst schön gepflegte Kiesstraße ist mit Unkraut überwuchert. Das schmiedeeiserne Tor mit einer Kette: verschlossen. Daran hängt ein großes Vorhängeschloss. Den Betrachter überkommt etwas Traurigkeit bei diesem verwahrlosten Anblick. Wirklich kaum vorstellbar, dass die Villa noch bewohnt wird. Der Fokus richtet sich wieder auf die Veranda.
Das Schlagen des Kirchturms zerreißt die gespenstische Stille. Das weiße, feinstoffliche Kleid, schemenhaft wahrnehmbar, tanzt im sanften Nachtwind. Im Mondlicht erspäht man wieder die Umrisse dieser nebelhaften Frauengestalt. Einsam steht sie da und schaut in die Nacht hinaus. Auch in den folgenden Nächten immer das gleiche Bild. Unheimlich wirken die durchsichtigen Konturen der Frau im weißen Kleid. Ein menschlicher Schatten von fühlbarer Traurigkeit schaut in die unendliche Weite des Sternenhimmels. Das Gefühl, einer unbeschreiblicher Einsamkeit taucht als flüchtige Erinnerung bei Sandra auf. Nicht fassbar und trotzdem da.

Sandra hat das Zeichen zum inneren Aufbruch bekommen. Schon die ganze Zeit – unerschütterlich im Glauben – hat sie das Gefühl, dass eine innere Führung ihr eine Botschaft überbringen will. Das Spiegelbild des eigenen Wesens hat begonnen, das Licht nach außen zu reflektieren. Nun folgt sie dem inneren Ruf, eine Verbindung zur unsichtbaren Welt herzustellen.
In dieser Nacht wird Sandra in der Traumwelt durch einen dunklen Tunnel gezogen und es gelingt ihr, hinter den Spiegel zuschauen, der die physische und die geistige Welt trennt! Das erlaubt ihr allmählich, in eine frühere Inkarnation zurückzuschauen. Ihr Geist hat sich abgesetzt und fliegt frei und leicht durch die übersinnliche Welt. Anfänglich war sie ganz unsicher, wie sie die Erlebnisse einordnen soll. Sie will sich von Visionen kein falsches Bild machen. Tage voller Zweifel vergehen. Kann sie wirklich imaginär wahrnehmen? War es die Empfindsamkeit ihres Herzens, das zu ihr gesprochen hat? Die träumerischen Spekulationen, die sich hier von der herkömmlichen Weise absondern, eröffnen neue Dimensionen.

In der Traumwelt schaut sie jeden Abend durch ein verschlossenes Gittertor dieser fremden, herrschaftlichen Villa. Die schemenhafte Gestalt nimmt sie übersinnlich wahr. Eine Geschichte aus einem anderen Leben kommt ins Rollen. Nur der Himmel kennt die Wahrheit.

Bewertung: 5.0 von 5 (5 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 36 mal Aufgerufen Am 5. Juli 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Lichtwelt, Mord, Schattenwelt, schwarzmagischer Zirkel, Seelenpartner, Suizid
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