Der Augenblick mit dir

Der Augenblick mit dir
Preis: 0,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781515200789
Paul ist verzweifelt, seine Beziehung mit sexy Ute läuft nicht ganz wie gewünscht! Linda findet er auch ganz nett, aber sie hat einen Freund: Erik! Bei all dem Liebeskummer macht er sich auch noch Gedanken um seine Freunde Nico, dem Musiker, und Daniel, dem ewigen Single. Und dann ist da auch noch seine Mutter, die immer ihren Senf dazu gibt… Bist du bereit, zu schmunzeln und zu weinen?
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Leseprobe

Er schaute kurz auf seine Armbanduhr, okay, sie hatten noch ein paar Minuten.  Er sah sich um, ach du… wo war er denn hier gelandet? Im Barbie-Haus? Ein rosa Sofa, das belagert war von irgendwelchen Plüschtieren, unter dem weißen Couchtisch lag ein pinkfarbener Zottelteppich und eine Wand war rosa gestrichen – mit Glitzer! Paul dachte, dass ihm jetzt nur noch der Waschbrettbauch fehlte, um Ken zu spielen. Ein Glück blieb ihm keine Zeit mehr, sich noch weiter umzusehen.

„Fertig, wir können fahren.“ Ute betrat die Bühne. Sie trug Leggins mit Leopardenmuster, darauf einen schwarzen Ledermini, einen breiten, schwarzen Gürtel und ein hautenges, schwarzes Glitzershirt. Sie drückte ihm einen Kuss auf den Mund und hüpfte in den Flur, um ihr Outfit mit schwarzen Overknees zu vervollständigen. Dabei klimperten ihre Ohrringe oder ihre Halskette, oder die Armreifen…? Paul schluckte hörbar. Ute zog den zweiten Reißverschluss ihrer Stiefel hoch und strahlte ihn an. „Gefall ich dir?“

„Du siehst… umwerfend sexy aus“, stieß Paul hervor. Mit einem zufriedenen Nicken nahm Ute einen Strauß rosa Rosen vom Schuhschrank. „Für deine Mutter.“ Sie stieg die Treppe hinab. Das konnte ja heiter werden. Aber immerhin, sie hatte Blumen besorgt, das zeugte doch von Anstand!

Mit gemischten Gefühlen hielt Paul vor seinem Elternhaus. „So, da wären wir.“

Ute sah sich um. „Das kleine Reihenhäuschen da?“, fragte sie abwertend.

„Ähm, ja.“ Er stieg aus, ging um den Wagen und öffnete  ihr die Tür. Seine Mutter öffnete bereits, als er gerade auf den Klingelknopf drücken wollte, ihn aber noch nicht berührt hatte. Er nannte ihr Küchenfenster immer lachend das Else Kling Fenster, weil man hieraus die ganze Straße überblicken konnte.

Da stand sie, in ihrer geblümten Kochschürze und dem Kochlöffel in der Hand. Sprachlos musterte sie Ute von oben bis unten mit aufgerissenen Augen.

„Möchtest du uns nicht reinlassen?“, fragte Paul peinlich berührt. Wortlos hielt sie die Tür auf und Ute trat als erste ein.

„Hier“, sie drückte ihr den rosa Rosenstrauß, auf dem nur noch der Glitzer fehlte, in die freie Hand,  „ich bin Ute und Pauls neue Freundin“, und trat ohne weiteres ins Wohnzimmer, wo sie stürmisch von Max, dem alten Bobtail Mix, begrüßt wurde. „Hey, du machst meine Klamotten voll mit Haaren!“, schimpfte sie und schubste ihn weg, als er an ihr hochspringen wollte.

„Komm her, mein alter Junge.“ Max ging geduckt und mit eingezogenem Schwanz hinüber zu Paul, der ihm zärtlich die Ohren kraulte, bis der ältliche Hund in seine Ecke ging, von der aus er das ganze Zimmer überblicken konnte und sich in sein Körbchen legte.

„Oh là là!“ Pauls Vater sprang vom Sessel auf, in dem er Zeitung lesend gesessen hatte und streckte Ute die Hand hin. „Ich bin Erich, Pauls Papa. Freut mich sehr!“, begrüßte er sie, während er sie wohlwollend musterte.

Ute ergriff augenklimpernd seine Hand und stellte sich vor.

„Setzen Sie sich doch! Ein Glas Wein?“ Eifrig rückte er ihr einen Stuhl zurecht. Wenigstens Papa schien sie zu gefallen.

„Und ich“, erklang die boshafte Stimme von Pauls Mutter, die mit den Blumen und einer Vase in der Hand das Zimmer betreten hatte, „bin Frau Jünke!“, erklärte sie mit Nachdruck. Au weia! Paul sah die Notwendigkeit, einzuschreiten.

„Ich helfe dir, Mama.“ Er ging voran in die Küche, während Ute und sein Vater bereits bei einem Glas Wein am Tisch saßen und sich angeregt unterhielten.

„Was ist das denn?“, keifte sie in der Küche, kaum, dass sie die Tür geschlossen hatte.

„Ute“, antwortete Paul kleinlaut. „Mama, bitte, lerne sie doch erst mal kennen, sie ist wirklich nett.“ Er schaute sie mit großen Augen an und schon wich etwas Zornesröte aus ihrem Gesicht. Ja, er konnte sie immer noch um den Finger wickeln. „Und klug“, schob er nach und überlegte, dass er das eigentlich selbst noch nicht wusste…

„Hier, bring die Platte schon mal raus.“ Sie seufzte und rollte mit den Augen.

Puh! Erleichtert schnappte er sich die Platte und verließ eilig die Küche.

Während des Essens unterhielten sich Ute und Pauls Vater weiter, während er und seine Mutter schweigend dabei saßen. Erst als Erich fragte, was Ute denn beruflich mache, hakte Pauls Mutter mit ein: „Ja, Ute, erzählen Sie doch mal, welchem Gewerbe gehen Sie denn nach?“

Paul verschluckte sich an seinem Bier und hustete, seine Mutter klopfte ihm gewohnheitsgemäß auf den Rücken, ohne jedoch ihren forschenden Blick von Ute abzuwenden. Ute begann ganz unbefangen, von ihrer Arbeit im Callcenter der Telekom zu erzählen.

„Ach, wie interessant!“ Erich lauschte gebannt, während die Augen von Pauls Mutter immer mehr zu schmalen Schlitzen wurden.

„Erich, du glaubst ja gar nicht, wie viele Anrufe da von Scherzkeksen kommen! Gottseidank ist die Telekom-Witze-Well…

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Seitenaufrufe: 103 mal Aufgerufen Am 2. Juni 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drama, Familie, Freundschaft, Liebe, Magie, Romantik, Tod, Wunder
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