Deine Meine Unsere Insolvenz

Deine Meine Unsere Insolvenz
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Sachbuch
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Dieses Buch ist nicht nur eine Aufarbeitung meiner eigenen Erfahrungen mit der privaten Insolvenz, sondern ein Ratgeber, der betroffenen Menschen, ob vor oder in der Insolvenz, helfen soll, die Entscheidung zu treffen, endlich schuldenfrei zu werden und ihnen zeigen, was Sie in den Jahren der Insolvenz alles erreichen können. Ich zeige Ihnen, wo Sie jetzt stehen, und wo Sie nach der Insolvenz stehen können. Wie kann ich nach meiner Entscheidung, noch etwas an finanziellen Mitteln herausholen, und wie verberge ich meine Situation in meinem Umfeld? Noch immer ist das Thema „Privatinsolvenz“ verpönt und die sogenannten Freunde und sozialen Kontakte, wenden sich von den Betroffenen ab. Isolation und Vereinsamung sind die Folgen der Offenbarung. Ich habe mich in der Zeit der Insolvenz nicht zurückgelehnt, sondern bin für meine Familie in die Offensive gegangen. Mit Erfolg! Ich zeige Ihnen, was alles möglich ist und wie sie diese Vorteile nutzen können. Lesen Sie, wie man es anstellt, mehr finanziellen Freiraum trotz Insolvenz zu haben. Was darf man Ihnen nehmen und was ist unantastbar. Ich habe nicht „Kleinbei“ gegeben und um meine Rechte gekämpft. Nur so war es möglich, die Zeit von sieben Jahren gestärkt, und mit Zukunftsperspektiven zu gestalten. Mit den richtigen Informationen erreichen auch Sie ihr Ziel und werden mit einem Selbstbewusstsein aus der Situation gehen, dass weder Ihre Familie, noch ihr verbliebenes Umfeld, so kennt.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Kapitel 2

Die Spirale dreht sich in die falsche Richtung

Der Urlaub in Norwegen war wunderschön. Die Menschen auf der kleinen Halbinsel Karmoy lebten außerhalb des von uns gewohnten Stresses, und die Erholung für uns war somit garantiert. Die kleine Ortschaft im Süden Norwegens lud zum erholen ein. Dem kamen wir in den zwei Wochen unseres Urlaubes nach. Wie es so ist, vergehen diese unbeschwerten Tage viel zu schnell und der Alltag mit all seinen negativen Auswirkungen sollte uns schneller einholen als gedacht.

Wieder zu Hause angekommen lebten wir weiterhin in einer trügerischen finanziellen Sicherheit. Ich selbst trat meinen neuen Job wie vereinbart am 15. Oktober an. Mit viel Euphorie investierte ich all meine Kraft in meine neue Herausforderung und war entsprechend wenig Daheim. Zusätzlich, zu meinen Kundenbesuchen, begann meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann (BWV). Dies bedeutete für den Rest meiner Familie, mit der ständigen Abwesenheit meinerseits, den Tag, bzw. die Wochen neu zu organisieren. Hierfür benötigte meine Frau Unterstützung. Kurzerhand beschlossen wir, eine Aushilfe für zwei Tage in der Woche einzustellen, die meine Frau einen gewissen Freiraum liefern sollte, ohne die Kindergruppe, die sie 10 – 12 Std. täglich beschäftigte, zu vernachlässigen. Hier fand sich schnell eine geeignete Kraft und somit konnte ich meinen beruflichen Werdegang fortsetzen.

Um auch meiner Familie das gewohnte Verwöhnprogramm, und somit gemeinsame Aktivitäten nicht zu nehmen, wurden diese kostspieligen Ausflüge aufs Wochenende gelegt. Musical, Freizeitparks, Konzerte, Disco und Grillpartys gehörten zum Programm. All diese Sachen liebten wir und ließen die Kreditkarten glühen. Keiner machte sich Gedanken über Geld, was möglicherweise nicht zur Verfügung stand. Vollkommen unkontrolliert verbrannten wir einen Hunderter nach dem anderen.

Ein von mir neu entdecktes Hobby, das Tauchen, wurde mit all seinen Facetten ausgelebt. Neues Equipment im Wert von 1800,-€ wurde gekauft. Sofort bezahlen wollte ich es nicht und vereinbarte einen Ratenkauf. Nicht der Einzige dieser Art. Ich hatte Spaß an dem Hobby und so ergab sich hieraus eine enorme Kostenspirale. Vom Grundkurs bis zum Assistenten des Tauchlehrers nahm ich alle Lehrgänge mit. Natürlich auch einige Ausflüge zu begehrten Taucherzielen. Die gesamte Ausbildung verschlang circa 2000,-€. Immer in kleineren Beträgen glitt das Geld unbemerkt durch unsere Hände. Oder wollten wir es nicht sehen? Noch stand das errichtete Kartenhaus. Doch wie wackelig sahen wir nicht. Doch dieses intensive Leben konnten wir uns ja leisten. Ich verdiente über fünftausend Euro und somit genug, um mir und meiner Familie die kleinen Freuden des Lebens zu gönnen.

Rückblickend betrachtet war es eine trügerische Wahrheit. Unter allen Umständen mit den Großverdienern mithalten. Kollegen, die immer wieder ihre Erfolge und ihren daraus resultierenden Wohlstand anpriesen, ließen mich nicht an meinen Erfolg zweifeln. Zu Beginn meiner Tätigkeit in dieser Branche war natürlich meine Familie die umsatzstärkste Einheit auf meinen Abrechnungen. Hier ein paar Beispiele, wie wir uns weiter das Leben schön redeten. Wir schlossen Versicherungen ab, die unsere monatlichen Belastungen an ihre Grenzen brachte. Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und natürlich sehr kostspielige Krankenversicherungen nannten wir unser Eigen. Zusammen sollten wir nun jeden Monat 1275,-€ aufbringen, um diese am Laufen zu halten. Noch kein Problem aber nun griff langsam ein Rädchen in das andere. Das Uhrwerk drehte sich unbemerkt in eine andere Richtung. Für meinen Chef und auch für mich suggerierte dies auf meinen Abrechnungen eine tolle Quote der Verkäufe und somit erfüllte ich anfangs die Anforderungen, die man an diese Tätigkeit stellte. So verging das erste halbe Jahr meiner neuen beruflichen Laufbahn. In dieser Zeit blieb ein Besuch beim Steuerberater nicht aus. Auch dieser arbeitete nicht umsonst und produzierte weitere Kosten für uns. Die wichtigste Information seinerseits nahmen wir nur zur Kenntnis. „Legen Sie ein Viertel ihrer Einnahmen auf die Seite. Wenn nach den ersten zwei Jahren die Steuer vom Finanzamt eingefordert wird, müssen Sie die Gelder zur Verfügung haben.“ Dies sei am Rande erwähnt, denn weit später griff dieser Umstand in seiner ganzen Konsequenz an unsere Existenz. Doch hierzu an anderer Stelle mehr. Die sechsmonatige Förderung des Arbeitsamtes lief aus. Wir nahmen es zur Kenntnis und machten weiter wie bisher.

Meine Frau hatte es in der Gründungsphase ihrer Kinderkrippe nicht anders gemacht. Ein Existenzgründerdarlehen von 12.500,-€ und die sechsmonatige Förderung vom Arbeitsamt ließen alles perfekt wirken. Das Geld fand auch hier einen Abnehmer. Nicht nur die Räumlichkeiten für die Kleinen wurden mit dem Besten ausgestattet. Nein, auch hier musste ein Auto her. Dass diese Kosten erheblich waren und auf lange Sicht zur Belastung werden würden, war uns nicht bewusst.

Bewertung: 5.0 von 5 (4 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 42 mal Aufgerufen Am 24. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Private Insolvenz, Ratgeber Schulden, Schuldenfreiheit, Tipps in der Insolvenz
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.