Das Vermächtnis der Rephaim – Initiation

Das Vermächtnis der Rephaim – Initiation
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: http://autorinnicolstolze.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783740715076
Zwei Frauen in einem gefährlichen Kräftemessen zwischen Engeln, Dämonen und Drachen kämpfen um das Schicksal ihrer Liebe! Tris erfährt auf tragische Weise, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Lüge war und es sie eigentlich gar nicht geben dürfte. Warum hat man sie vor Engeln und Dämonen gleichermaßen versteckt, ihre Existenz geheim gehalten? Und wer steckt dahinter? Während sie sich auf eine verzweifelte Suche nach Antworten begibt, droht ein längst totgeglaubter Widersacher, das Machtgefüge zwischen Himmel und Hölle empfindlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Plötzlich befindet sich Tris mitten im Kräftemessen von Mächten, die sie sich bis vor kurzem nicht einmal hat vorstellen können. Schafft sie es, sich von den widersprüchlichen Einflüssen zu befreien und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?
Jetzt das Buch bei Apple iTunes kaufen.
Jetzt das Buch bei Weltbild.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Thalia.de kaufen.
Jetzt das Buch bei ebook.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Prolog

Nein. Nein, nein, nein, nein! Sie durften nicht

Sie konnten nicht

Er war noch nie in seinem Leben derart schnell gerannt oder geflogen. Das konnten sie nicht tun! Die Stimmen wurden lauter. Er hörte das Klirren von Waffen, von Rüstungen, die aneinander schlugen. Unbarmherzig gebrüllte Befehle.

Der Auflauf an Leuten auf dem Richtplatz war überwältigend. Und das nicht auf eine gute Art und Weise. Er schob sich durch die Menge, Ellbogenstöße links und rechts in die umstehende Masse verteilend, bis er die vorderste Reihe erreichte. Was er sah, nahm ihm den letzten noch verbliebenen Atem.

Der Seraphim auf dem Richtplatz war an Armen und Beinen angekettet. Die Glieder gespreizt, an jedem seiner sechs Flügel ein himmlischer Wächter. Seine ehemaligen Kollegen. Gefühllos standen sie da, eisig und entschlossen in die Menge blickend. »DANJAL!« Seine Stimme war ein Verzweiflungsschrei. Sie konnten das nicht tun, nicht deswegen

Nicht seinen besten Freund! Einer der Wächter ruckte mit dem Kopf, ein anderer nickte und kam mit seinem Kollegen auf ihn zu. Er musste zu ihm! Er musste ihm helfen, was es ihm auch abverlangte. Die wenige Zeit, die er mit der Erfüllung seiner eigenen Wünsche zugebracht hatte, durfte Danjal jetzt nicht das Leben kosten! Wenn sie ihn doch nur zu einem Menschen machen würden

Wenn es nur das wäre! Er schob sich weiter nach vorne – und Plattenhandschuhe schlossen ihren Griff um seine Arme. »Zurück.« »Lasst mich los!«

Die Wächter beachteten ihn gar nicht erst. Ihre Waffenbrüder griffen nach den Flügeln des Seraphim in Ketten. Packten die Flügelansätze an seinem Rücken und zogen. Sein Schrei zerriss die Himmel. Blut strömte golden auf den Marmorboden und ein Sturm aus Federn schwebte hinab. Der Seraphim hing in seinen Ketten. Blutend. Atemlos. Dem Tode geweiht.

»NEIN!« Unbändiger Zorn ergriff von ihm Besitz. Verzweifelt wehrte er sich mit Händen und Flügeln gegen den eisigen Griff der Wachen, die ihn immer noch niederzwangen. In goldenen Bächen floss Danjals Blut über dessen Rücken auf den weiß schimmernden Marmor unter ihm, während der heilige Funke des Lebens in seinen Augen erlosch. »Ihr Bastarde!«, knurrte er und verpasste dem Wächter zu seiner Linken einen heftigen Schlag gegen die Kehle. Dieser zuckte vom plötzlichen Schmerz gepeinigt zusammen und ließ ihn nur für einen kurzen Augenblick los. Er nutzte seine Chance und legte noch einmal all seine Kraft in einen weiteren Angriff gegen den zweiten Wächter. Niemand tötete seinen Freund und kam ungeschoren davon. Nicht, wenn er es verhindern konnte! Entschlossen griff er nach dem goldenen Schwert des Wächters, zog es aus seiner Scheide am Gürtel und hob es in die Luft. Mit einer himmlischen Klinge könnte er Danjals Fesseln zerschmettern. Seinen Freund befreien und mit ihm fliehen. Bevor er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte, hob Danjal den Kopf und blickte seinen Freund aus trüben Augen warnend an. Kopfschüttelnd ließ dieser das Schwert sinken, als er die Aussichtslosigkeit seines Vorhabens erkannte. Er wusste, was Danjal ihm mit diesem Blick sagen wollte und er erinnerte sich an das Versprechen, welches er seinem Freund gegeben hatte. Was nicht bedeutete, dass ihm dieser Schritt leicht fallen würde. Alles in ihm sträubte sich dagegen, Danjal seinem Schicksal zu überlassen, während er sich selbst in Sicherheit brachte. Auch wenn er erkannte, dass er für Danjal nichts mehr tun konnte. Für dessen Kind jedoch schon. Er hob das Schwert ein weiteres Mal und sein Herz brach entzwei. Zersplitterte wie die Rüstungen der Wächter, die er mit der Kraft der Verzweiflung einfach aus seinem Weg schlug. Diesmal jedoch nicht um Danjal zu befreien, sondern um sich selbst einen Weg an den Wächtern vorbei, aus dem Himmel heraus zu erkämpfen. Mit einem erschöpften Lächeln auf den Lippen holte Danjal ein letztes Mal Luft, bevor er endgültig zusammenbrach.

Gierig wie ein verhungernder Wolf fraß sich der Schmerz durch ihre Eingeweide. Selbst durch die energetische Barriere des Himmels hindurch, spürte Dialen die Schmerzen ihres leidenden Gefährten in ihrem Herzen. Seine körperliche Qual und die schleichende Kälte, die in seine Glieder kroch, fanden ihren Weg bis hinunter in die Hölle und brachten Dialen die traurige Gewissheit, dass er sterben würde. Ihr Gefährte. Die Liebe ihres Lebens, von der sie geglaubt hatte, ihrer nie würdig zu sein. Nicht einmal die Hitze hier unten vermochte ihre innere Kälte zu lindern. Blutrote Tränen rannen über Dialens Wangen und tropften auf die sanfte, kaum erkennbare Wölbung ihres Bauches. Wo sollte sie hin? Hier konnte sie auf keinen Fall bleiben. Was, wenn Luzifer ihre Schwangerschaft bemerkte? Er würde nicht zögern sie zu töten. Entweder um schon jetzt an das Kind heranzukommen oder kurz nach der Geburt. So oder so war sie des Todes – und das Kind verloren. Es sei denn

Es sei denn, sie fände einen Weg, unbemerkt aus der Hölle heraus zu kommen um sich in der Welt der Menschen zu verstecken.

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 95 mal Aufgerufen Am 24. Oktober 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Dämonen, Drachen, Engel, Erzengl, Fantasy, Himmel, Hölle, Island, Liebe, Magie
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.