Das Ritual des Stalkers

Das Ritual des Stalkers
Preis: 2,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.wiebke-worm-art.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Nele, alleinstehend, Anfang dreißig, ist die Frau, die Ali zu seiner großen Liebe erklärt, nachdem er sie bei einer Busfahrt gesehen haben will. Obwohl sie vollkommen anders aussieht als seine angebliche Traumfrau, nicht Bus gefahren ist und auch kein Kind hat, lässt Ali sich nicht vom Gegenteil überzeugen. Er fängt an, Nele zu verfolgen und arbeitet ein Hexenritual aus, mit dem er ihre Liebe für immer gewinnen will. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.
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Leseprobe

Das Ritual des Stalkers

Eine Kurzgeschichte nach einer wahren Begebenheit.

Im Grunde genommen begann alles ganz harmlos und Nele wäre nie auf die Idee gekommen, dass diese Sache ihr Leben bald auf den Kopf stellen würde.

Noch lange Zeit danach ging Nele grundsätzlich immer mit wachem Auge um ihr Auto herum, bevor sie einstieg. Immer ein Auge auf die Reifen, sind diese noch in Ordnung? Immer auf Sicherheit bedacht, immer Pfefferspray und eine kleine Taschenlampe in der Jackentasche.

Aber von vorne.

Es begann vor fast dreizehn Jahren mit einem Zettel im Fahrstuhl.

Nele machte sich auf den Heimweg und ging Richtung U-Bahn. Endlich Feierabend, dachte sie. Ein anstrengender Tag lag hinter ihr, aber jetzt war ja bald Entspannung angesagt.

Sie überlegte, was sie alles machen könnte. Eine Runde joggen, oder einfach nur faul auf dem Sofa liegen mit schöner Musik im Hintergrund und einem spannenden Buch vor der Nase. Oder mal wieder ihre Eltern besuchen? Im Internet chatten, das machte ihr  immer Spaß und lenkte ab, oder die Wohnung aufräumen?

Die Entscheidung war nicht einfach, aber ihr blieb ja noch etwas Zeit, bis sie zu Hause war.

Nele betrat den Bahnsteig, der zu dieser Zeit sehr belebt war.

Auch wenn zu Hause seit einiger Zeit niemand mehr auf sie wartete, freute sie sich dennoch auf den bevorstehenden Abend. Die Trennung von ihrem Mann war noch frisch, aber nicht mehr zu frisch, als dass sie die Zeit der Einsamkeit nicht genossen hätte.

Nur das tun, wozu sie Lust hatte, frei, ungebunden. Noch war das ungewohnt, aber es fühlte sich gut an. Es gab natürlich Tage, an denen ihr menschliche Nähe fehlte, aber diesen Gedanken schob Nele ganz schnell beiseite. Sie wollte sich ihren Feierabend nicht verderben.

Die U-Bahn kam pünktlich und war voll, wie immer um diese Uhrzeit.  Nele stieg ein und drängelte sich durch die stehenden Menschen. Aus dem Augenwinkel bemerkte sie, wie jemand aufstand, und setzte sich schnell auf den freien Platz.

Glück gehabt, wie so oft, freute sie sich. Sie nahm ihr Buch aus der Tasche und schlug es auf. Lesen bedeutete für sie totale Entspannung und wenige Minuten später war die Umwelt vergessen. Nein, nicht ganz. Zwischendurch hatte sie so ein Gefühl, beobachtet zu werden. Als sie aber aufblickte und sich umsah, war da niemand.

Sie las weiter, wieder diese Empfindung. War da doch jemand? Vorsichtig drehte sie ihren Kopf, konnte aber wieder nichts Auffälliges feststellen. Kurzzeitig lief ihr Gänsehaut über den Rücken. Das kannte sie sonst gar nicht und zu diesem Zeitpunkt konnte sie nicht wissen, wie vertraut ihr dieses Gänsehautgefühl noch werden würde.

Wahrscheinlich lag das an dem neuen Buch, dachte Nele. Åke Edwardson, ‚Der Himmel auf Erden‘, dieses Buch hatte den Schwedischen Krimi Preis 2001 erhalten und war jetzt endlich auch in Deutschland erschienen. Es war wirklich spannend. Sie verschlang die Seiten geradezu und bald war ihr Ziel erreicht.

Wenn Nele las, stand sie immer erst auf, wenn die U-Bahn schon fast stand, da sie jede Minute des Buches genießen wollte. Selten stiegen bei ihrer Station viele Leute aus, so war es auch an diesem Tag. Bis auf einen Mann, den Nele nicht kannte, und eine ganz alte Frau mit Gehwagen war niemand zu sehen.

Schnell ging sie auf die Rolltreppe zu, die zum Ausgang führte, denn so richtig wohl fühlte sie sich unter der Erde nicht. Endlich wieder oben. Jetzt noch zehn Minuten und dann wäre das geschafft, dachte Nele.

Der kurze Fußmarsch von der U-Bahn nach Hause hatte ihr wie immer gut getan, obwohl sie diesen Weg eigentlich nicht mochte. Schmale Pfade, viele Büsche, zu viele dunkle Stellen, zu wenige Straßenleuchten. So lange es hell war, nutzte sie diesen Weg. In der dunklen Jahreszeit ging sie ab und zu Umwege, es sei denn, sie war zu müde oder war zu schwer bepackt.

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Seitenaufrufe: 36 mal Aufgerufen Am 16. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Hexentritual, Stalken, Stalker, Wahre Begebenheit
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