Das Flüstern der Feder

Das Flüstern der Feder
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Historisch
Webseite: www.kate-dakota.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781512124873
Die Prescotts verbringen einen Winterurlaub in ihrem Ferienhaus auf Cape Cod in Massachusetts. Hinter ihnen allen liegen ereignisreiche Monate, Momente voll des Glücks, aber auch des großen Leids, das sie noch verkraften müssen. Und auch die Gegenwart hält für die Urlauber genügend Probleme bereit. Wird die unbeliebte Anabel die einmalige Chance nutzen, die die Familie ihres Exmannes James ihr gibt, oder werden die Wunden der Vergangenheit erneut aufbrechen und die Hoffnung auf eine dauerhafte Versöhnung zunichtemachen? Bedroht ihre Anwesenheit nicht sogar die junge Liebe zwischen James und Amy? Und dann gibt es da noch ein Familiengeheimnis, über das seit mehr als einhundertfünfzig Jahren mit Argusaugen gewacht wird und das unter keinen Umständen gelüftet werden darf. Ist es wirklich sicher in diesen Tagen …?
Leseprobe online lesen
Leseprobe herunterladen
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Kapitel 1

04. Januar 2015 – Hyannis Port

»Das kommt überhaupt nicht infrage, schlag dir das aus dem Kopf!«

Die Falte in Will Prescotts Stirn sah aus, als wäre sie dort eingemeißelt, und die Schweißperlen, die sich dort sekündlich vermehrten, waren Beweis dafür, dass die Stimmung im Raum sich ebenso schnell verschlechterte.

James nahm das mit Sorge zur Kenntnis. Er hatte geahnt, dass dieses Gespräch seinen Vater aufwühlen, ja verärgern würde. Dennoch hatte er auf eine gewisse Sachlichkeit gehofft, aber die war in den letzten Minuten immer weiter abhandengekommen.

»Dad, wenn du dich weiter so aufregst, ist es besser, wir beenden an dieser Stelle die Diskussion. Mein Vorschlag war gut gemeint, und ich hatte sicher nicht die Absicht, einen Streit vom Zaun zu brechen.«

»Ach ja?«, fuhr ihn sein Vater an. »Wenn du das nicht vorhattest, dann frage ich mich, wie du mir ein solches Ansinnen überhaupt vortragen kannst? Glaubst du, mir ist es nicht schon schwer genug gefallen, zuzustimmen, dass Anabel das Drehbuch schreibt? Ausgerechnet deine Exfrau, die vor ein paar Jahren nicht nur dir, sondern uns allen so böse mitgespielt hat, soll bei der Verfilmung der einzigartigen Geschichte unserer Vorfahren federführend mitwirken? Hast du nur annähernd eine Ahnung, wie viel Kraft es mich gekostet hat, sich mit diesem Gedanken anzufreunden? Doch ich stimmte deinen Plänen zu. Deinem Bruder Ruben zuliebe, der sich aus mir unerfindlichen Gründen in Anabel verliebt hat, aber auch wegen dir, James. Weil du immer noch meinst, etwas gutmachen zu müssen. Weil du auch nach über acht Jahren immer noch denkst, schuld am Tod eures Sohnes zu sein.«

James wurde blass.

»Dad, was soll das? Liam ist hier nicht das Thema! Aber wenn du es genau wissen willst: Ja, ich fühle mich mitschuldig am Tod meines Sohnes. Zwar weiß ich, dass es ein Unfall war, aber ich hätte nun mal besser achtgeben müssen auf ihn. Wenn ich auch gelernt habe, mit diesem Verlust zu leben, vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Liam denke. Ich weiß, ich kann nichts ungeschehen machen, nichts wird ihn zurückbringen, aber ich kann zumindest versuchen, seine Mutter mit uns auszusöhnen. Und zwar richtig auszusöhnen, nicht so halbherzig wie in den vergangenen Monaten. Anabel das Drehbuch schreiben zu lassen, war die beste Idee, die ich je hatte. Wobei … ich sollte ehrlich sein: Eigentlich war es Amys Idee, und ich bin ihr zutiefst dankbar dafür.«

»Amys Idee also?«, knurrte Wills ungehalten. »Sie sollte besser eifersüchtig sein, stattdessen treibt sie ihren Mann geradewegs in die Arme seiner Ex. Wie kann man nur so dumm sein?«

James sprang aus seinem Sessel auf und trat nahe an Wills heran.

»Okay, Dad, das reicht jetzt!«, fuhr er seinen Vater aufgebracht an. »Sprich nicht so über meine Frau! Vergiss einfach, was ich dir vorgeschlagen habe, ja? Anabel wird, wie abgesprochen, das Drehbuch schreiben, und das war es dann auch schon. Ich denke, ich werde jetzt einen Spaziergang am Strand machen. Wir sehen uns beim Lunch.«

James drehte sich um und eilte zur Tür hinaus. Wills sah ihm hinterher und ballte unwillkürlich seine Hände zu Fäusten. Verdammt, warum hatte er diese Unterredung so eskalieren lassen? Dabei hatte er sich in letzter Zeit mit seinem Sohn bestens verstanden. Ziemlich genau, seitdem James seine jetzige Frau Amelie kennengelernt hatte. Die junge Geschichtsstudentin war ihm während eines Deutschlandaufenthaltes etwa zwei Jahre zuvor begegnet, und die beiden hatten sich Hals über Kopf ineinander verliebt.

Amy, wie die Familie Amelie nannte, hatte Wills seinen Sohn wieder zurückgebracht. Sie hatte James dazu bewegen können, doch die Leitung des familieneigenen Unternehmens »Prescott Publishing« von Wills zu übernehmen, obwohl er sich viele Jahre dagegen gesträubt hatte. Dafür würde Wills ihr ewig dankbar sein. Doch was tat er? Kritisierte ausgerechnet diese wunderbare junge Frau, die ihm doch wie eine eigene Tochter ans Herz gewachsen war. Was war da bloß in ihn gefahren?

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 148 mal Aufgerufen Am 12. November 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bewegend, fesselnd, Historical, humorvoll, Liebesgeschichte, Romantisch, spannend
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.