CoEvolution – Zwischen den Zeiten

CoEvolution – Zwischen den Zeiten
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Science-Fiction
Webseite: www.m-j-colletti-giusy-lococo.de
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783743172739
SIND WIR DIE LETZTEN UNSERER ART? 2046. Acht Jahre nachdem durch eine Pandemie beinahe die komplette Weltbevölkerung ausgerottet wurde, arbeitet ein Wissenschaftsteam unermüdlich daran einen Impfstoff gegen das unbekannte AG-Virus zu entwickeln. Sie glauben das Heilmittel beinahe gefunden zu haben, als mit der Ankunft neuer Testpersonen im Institut, die gesamte Forschung völlig auf den Kopf gestellt wird. Die Neuankömmlinge scheinen mehr über den Verlauf und die Herkunft des Virus zu wissen, als sie zugeben. Doch das Virus ist nicht ihr größtes Problem, denn sie müssen schnell feststellen, dass ihr Abenteuer gerade erst begonnen hat.
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Kapitel 1

Alex

Insel im Atlantischen Ozean
25 km nordwestlich von Basseterre
2046

Obwohl Alex leicht bekleidet ist, läuft ihm der Schweiß den Körper hinab als wäre er gerade aus der Sauna gekommen. Dabei kann er sich kaum  erinnern, wann er das letzte Mal so ein Ding auch nur gesehen hat. Der unbelebte Parkplatz vor dem Institut für Virologie und Stammzellenforschung ist durch den wütenden Orkan und den unablässigen Regen beinahe vollständig überschwemmt. Wenigstens sitzen er und Charlie im Trockenen, denkt Alex und blickt gedankenverloren auf den düsteren Parkplatz.
Acht Jahre! Eine verflucht lange Zeit, in der fast die komplette Weltbevölkerung ausgelöscht wurde. Er denkt inzwischen oft darüber nach, ob die Entscheidungen, die er in seinem Leben getroffen hat, immer die Richtigen waren. Wie die, sich einer Organisation von zusammengewürfelten Soldaten und Söldnern anzuschließen, anstatt sich mit seinem Bruder, Charlie, irgendwo abzusetzen, fern von dieser ganzen Scheiße. Es kommt Alex wie eine verdammte Ewigkeit vor, seit er unbekümmert durch die Straßen spazieren konnte, ohne hinter jeder Ecke einen Irren zu vermuten, der an seine Eingeweide will. Es ist nur ein von Gott verlassener Planet übrig geblieben, auf dem ein paar Unglückselige ihr Dasein fristen, immer auf der Hut, um nicht die nächsten Infizierten zu werden.
Mit der freien Hand fährt sich Alex über das schweißnasse Gesicht, die andere umklammert die Smith & Wesson, die schussbereit auf seinem Schoß liegt. Wenn der Plan ohne Komplikationen verläuft, wird er sie nicht benutzen müssen. Munition wird ohnehin nur sparsam verwendet und dann auch nur, wenn es keine Alternative gibt. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, ist seine Devise. Allerdings ist ihm nicht klar, wie die Not noch größer werden sollte.
Immer wieder wirft er einen finsteren Blick nach draußen, wartet, dass die Zielperson endlich aus dem Institut kommt. Wie er dieses Drecksloch hasst. Der Sturm und diese unerträglich schwüle Hitze sind wahrscheinlich die Retourkutsche für sein großes Maul. Alles eine Frage des Karmas, würde seine Mutter sagen, wäre sie noch am Leben. Alex klappt die Sonnenblende herunter und zieht ein verblasstes Foto aus der Schutztasche. Er sieht sich die Frau darauf noch einmal an.
Daria Kubik. Schwarze Haare, braune Augen, 170 cm. Die Akte, die er am Abend zuvor angesehen hat, enthält noch mehr Informationen über sie. Geboren in Berlin, Deutschland, am 23.11.2012. Mit ihren vierunddreißig Jahren ist sie die jüngste Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Virologie. Nicht, dass es noch viele von dieser Spezies gibt. Das ist auch gut so, denn seiner Meinung nach verdanken sie diese Scheiße genau diesen Ausgeburten der Hölle. Der Akte zufolge tötete Kubiks Vater ihre Mutter, nachdem er am Aggressive Gene Virus erkrankt war. Auch ihr Ehemann überlebte den Sturm der Infizierten nicht.
Alle hoffen jetzt auf den Impfstoff, den diese Frau und ihr Team entwickeln. Wenn man den Quellen vertrauen darf, steht sie kurz vor einem Durchbruch, was die Rettung der restlichen Menschen auf diesem verdammten Planeten bedeuten würde. Dass diese Information wirklich stimmt, bezweifelt Alex. Die Welt ist im Arsch, da gibt es nichts, was sie tun könnten.
Müde reibt er sich die Augen. Marc und er hätten das Saufen gestern wohl lieber sein lassen sollen. Aber nach Jahren der Abstinenz waren die zwei Flaschen Wodka einfach zu verlockend. Nachdem sie die Pullen vernichtet hatten, verbrachten sie die halbe Nacht kotzend über der Reling. Sie waren nicht einmal mehr in der Lage, die leeren Flaschen verschwinden zu lassen, die Marc aus der Speisekammer geklaut hat. Geweckt wurde Alex dafür heute Morgen mit einem gebührenden Tritt in die Magengrube und einem Eimer voll mit kaltem Meerwasser. Ganz großes Kino. Marc wurde dazu verdonnert, die Fäkalientanks, die an diesem Tag geleert werden sollten, zu reinigen. Alex konnte seine Würgegeräusche bis an Deck hören. O Mann, der General war sowas von angepisst. Den Tritt hat er mehr als verdient. Nur gut, dass er für diesen Einsatz eingeplant war, sonst würde er seinem Kameraden jetzt Gesellschaft leisten.
Alex erinnert sich noch genau an den Tag, an dem der ganze Scheiß seinen Lauf nahm. Marc und er waren gemeinsam in Afrika stationiert, als die Nachricht eines ausgerufenen Ausnahmezustandes die Runde machte. Bis auf ein paar wenige wurden alle nach Hause geschickt. Völliger Schwachsinn, eine strategisch wichtige Position aufzugeben, nur weil im eigenen Land ein paar Aufständische Unruhe stiften. Zumindest war das sein erster Gedanke. Menschen waren schon immer gierig und begingen Morde, egal, ob es dabei um Diamanten oder ein paar Schuhe ging. Deshalb war es nicht ungewöhnlich, dass die Anzahl der Toten anstieg, mehr Verrückte in Klapsmühlen eingeliefert wurden und der nette Nachbar von nebenan seine Kinder erst brutal enthauptete und dann verspeiste.

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Seitenaufrufe: 7 mal Aufgerufen Am 24. April 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Dystopie, Endzeit, Gentechnik, Pandemie, Postapokalyspse, Virus, Weltuntergang, zombie, Zombie-Apokalypse
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