braun-grüner Wald

braun-grüner Wald
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783736899766
Ich bin hinter dir. Du meinst, du könntest mich sehen? Lächerlich. Dann ist es längst zu spät, denn ich bin schneller als du. Hast du Angst? Fühlst du, wie ich auf der Lauer liege, bereit, dich zu fassen und nicht mehr loszulassen? Glaub mir, ich kriege dich. Liz' Familie ist ein einziger Albtraum: Ihre Eltern streiten sich dauernd, ihr Vater trinkt und neigt zu Gewalt. Doch im Wald schafft sie es, ihre Sorgen zu vergessen. Bis sie schließlich Briefe und Drohungen erhält und sich immer mehr verfolgt fühlt. Jemand scheint ein perfides Spiel mit ihr zu spielen. Auf Leben und Tod. Ein poetischer, packender Psychothriller.
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Leseprobe

Prolog

Ich bin hinter dir.

Du meinst, du könntest mich sehen?

Lächerlich. Dann ist es längst zu spät, denn ich bin schneller als du.

Hast du Angst?

Fühlst du, wie ich auf der Lauer liege, bereit dich zu fassen und nicht mehr loszulassen? Glaub mir, ich kriege dich.

Ich falle nicht auf, bin der Schatten, der dir folgt. Ja, ich bin der unheimliche Umriss nachts in dem Gebüsch vor deinem Fenster, oder derjenige, der hinter der Straßenecke auf dich lauert. Aber zunächst beobachte ich dich nur. Ja, ich bin hinter dir. Folge dir auf Schritt und Tritt. Weiß mehr, als alle anderen. Wenn du nicht daheim bist, installiere ich mein hochmodernes Spionageequipment. Wanze. Kamera. So klein und so funkstark; ich bekomme alles mit!

Ich habe immer Glück und ich bringe dir das Pech!

In meinem Job etwa mache ich es auch nicht viel anders, werde dafür sogar gut bezahlt. Niemand kann mir das Wasser reichen, denn ich bin bereit, die gesetzlichen Grenzen zu überschreiten. Privatsphäre kenne ich nicht. Hin und wieder hat das schon Ärger gegeben, aber auch einige neue, reiche, zwielichtige Kunden angezogen. Letztendlich kommen sie aber alle immer wieder angekrochen, weil die tolle Polizei an ihrem Begehren kein Interesse hat oder weil der tolle Partner sie betrügt. So fließt die Kohle nach wie vor. Betrüger gibt es nämlich viele, viel zu viele. Es ist doch immer wieder dasselbe.

Im Moment nehme ich keine neuen Aufträge an, habe ich eines Tages meine Sekretärin gebeten zu verbreiten.

„Es ist was Persönliches“, sagte ich.

Und wie persönlich es war. Ich muss mich seither voll auf sie konzentrieren, auf meine ach so tolle Ex-Frau, die mich einfach so fallen gelassen hatte wie einen Sack. Dieses Miststück. Eine weitere Betrügerin. Dabei war zu diesem Zeitpunkt alles so gut gelaufen. Das Geschäft lief, ich war kurz davor Vater zu werden und es hat mir immer so ein gutes Gefühl gegeben, die zufriedenen oder eher dankbaren Gesichter der Kunden zu sehen. Familien, denen ich geholfen habe. Ja, dankbar waren sie immer. Aber auch wütend, denn ich deckte auf, was sie sich immer schon gedacht hatten. Das erfreute mich aber noch viel mehr: Diese Wut zu sehen. Ich grinste jedes Mal innerlich bei der Vorstellung, sie könnten jetzt auf ihre zukünftigen Ex-Partner losgehen.

Doch schließlich war ich mein eigener Kunde geworden und das gefiel mir ganz und gar nicht.

Tagelang habe ich sie beobachtet. Beobachten konnte ich schon immer gut. Nicht auffallen. So, als wäre ich nie dagewesen. Mal folgte ich ihr mit meinem unauffälligen Auto, mal mit meinem Motorrad, aber meist ging ich zu Fuß.

Mein ganzes Equipment würde ich brauchen, dessen war ich mir schnell sicher gewesen. Ich sorgte also schließlich dafür, dass es an die richtigen Plätze gelangte.

Und was ich in den nächsten Tagen sah, entfachte etwas in mir, das spürte ich genau. Etwas, das in jedem von uns schlummert. Dieser Funken. Wut. Böses. Wie auch immer man es bezeichnen möchte. Nachdem fast ein Jahr ein, zwei andere Männer in MEINEM Haus herumgegeistert hatten, kam ER. Dieser Mann. Der blieb. Trotz der vielen Streitereien, die sie in den darauffolgenden Tagen mit ihm hatte. Nach ein paar Monaten sah ich schließlich warum sie zusammen geblieben waren. Sie hatte ein Kind von ihm bekommen! Von ihm hatte sie eins bekommen, von mir nicht!

Es bebte förmlich in mir, ich blieb weiter an ihr dran, sah wie sie aufwuchs, sie sich entwickelte, sie vergnügt in MEINEM Garten spielte. Dieses… Mädchen. Ihre Tochter, die meine hätte sein sollen.

Lange würde ich meine Wut nicht mehr unter Kontrolle halten können, das wusste ich genau.

Sie muss einfach raus.

Teil 1: Rückzug

Den Blitz im Auge,

die Faust erhoben,

sie ganz klein,

er dort oben,

über der Haube

des grün-braunen Waldes,

macht sie ein Zug zurück

und hofft auf ihr Glück.

„Der Wald“

Finster und kalt,

warm und hell,

was ist der Wald?

Unheimlich, unberechenbar,

beschützt und ruhend,

warm und kalt,

ja, was ist der Wald?

Liz hört sie kommen. Sie kommen immer lautstark. Pünktlich zum Abendessen. Einer der wenigen Momente des Tages, wo sie mal beide zusammen sind. Gemeinsam dort sitzen. Was auch immer war. Liz stört ihre Abwesenheit tagsüber nicht, im Gegenteil, sie genießt jede dieser stillen, freien Minuten.

Es beginnt. Mit einem typischen Abendessen. Der Anfang vom Ende. Wie immer.

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Seitenaufrufe: 33 mal Aufgerufen Am 23. Juni 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Gewalt, packend, Poesie, poetisch, Psycho, Spannung, Stalker, Thriller
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