Big Wheels – die Mühlen der Gerechtigkeit

Big Wheels – die Mühlen der Gerechtigkeit
Preis: 6,49 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.traumstunden-verlag.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944896892
Isa Faust glaubt, ihr Leben im Griff zu haben, als jemand versucht, sie auf offener Straße zu erschießen. Bald darauf muss die junge Frau erkennen, dass die Vergangenheit nicht stirbt, nur weil sie sie zu vergessen versuchte. Und dass es einige Menschen gibt, die scheinbar kein sehr gutes Gedächtnis haben, wenn es um die Wahrheit geht ...
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Leseprobe

Als es an der Türe klingelte, knurrte sie zuerst unwillig, stand dann aber doch auf und sah nach, wer zu so später Stunde die Dreistigkeit besaß, sie zu stören. Vor ihr stand Mark, ein Exfreund, den sie seit Jahren weder gesehen oder gesprochen hatte. Was er wohl nach all der Zeit jetzt auf einmal von ihr wollte?

  „Hallo Mark, komm rein – und verrate mir, was Dich nach all der Zeit hier hertreibt?!“

  „Hallo Isa. Ja, was soll ich Dir sagen – die Neugier?“

Wohl eher der Geldmangel, dachte Isa bei sich, war aber klug genug, mit dieser Meinung nicht sofort laut herauszuplatzen. Sie kannte Mark für ständige finanzielle Engpässe – für „hast Du mal bis morgen?“ woraus meist ein Darlehen wurde, welches nicht nur zinslos, sondern auch lebenslang war. Zurückgezahlt hatte er ihr bis zu diesem Tag nicht eine müde Mark. Mit Sicherheit hatte er erfahren, dass es ihr mittlerweile finanziell wieder etwas besser ging, und wollte seinen Anteil daran haben. Gemeinsam gingen sie in ihr Wohnzimmer.

  „Setz Dich Mark – Kaffee?“

  „Nein, lieber was Kaltes!“ Er sah sich um.

  „Schön hast Du’s hier! Muss ja jede Menge gekostet haben!“

Isa beschloss, das Thema Geld zu beenden, bevor es richtig auf den Tisch kam.

  „Du Mark, ehrlich gesagt, ich weiß es gar nicht! Die Möbel waren hier, als ich die Wohnung mietete – und als ich sie zum Kauf angeboten bekam, waren sie im Preis enthalten und nicht gesondert aufgeführt. Ich denke da aber auch nicht drüber nach. Bei der Versicherung liegt die Liste – und sollte ich abbrennen, ist mir mein Leben mit Sicherheit wichtiger als ein paar Möbel!“

  „So gut möchte ich es auch mal haben – über Geld und Werte nicht nachdenken müssen!“

Isa seufzte. Letztendlich würde sie wieder Recht behalten und feststellen, dass er den Weg zu ihr nur gefunden hatte, um sie ein weiteres Mal anzupumpen.

  „Mark, es ist keinesfalls so, dass ich über Geld nicht nachzudenken brauche! Im Gegenteil, denn schließlich will meine Tochter ja auch leben!“

  „Deine – was?“

  „Meine Tochter!“

  „Duuuu hast ein Kind????“

  „Habe ich doch gerade gesagt!“

  „Das wusste ich nicht!“

Isa gab einen Laut von sich, der entfernte Ähnlichkeit mit dem Schnauben eines Pferdes hatte.

  „Wie solltest Du das auch wissen? Schließlich habe ich Dich seit Jahren nicht mehr gesehen!!!“

  „Und der Vater?“

  „Zahlt anstandslos – und ist froh, wenn er keinen von uns beiden sehen muss!“

  „Tolle Manieren!“

  „… sagte der Mann, der von einem Tag auf den anderen den Heimweg nicht mehr fand nach Jahren bei seiner Rückkehr…! Aber genug davon. Und falls Du wegen Geld gekommen sein solltest, kannst Du geradewegs wieder gehen – ich habe keines – abgesehen davon, dass ich Dir nichts geben würde, selbst wenn ich es hätte.“

  „Na, Du musst mich ja wirklich hassen. Aber ob Du es nun glaubst oder nicht, ich bin nicht wegen Geld hier – zumindest nicht, um Dich wegen Geld zu fragen. Bloß schulde ich Dir noch 500,- Euro!“

  „Glaube bloß nicht, dass ich das nicht mehr weiß! Rein zufällig waren das genau die 500,- Euro, mit denen ich die Miete bezahlen wollte. Und weil ich es somit nicht mehr konnte, auf der Straße landete. Der liebe Herr Adams hatte sich ja klammheimlich aus dem Staub gemacht!“

  „Isa, hier irrst Du zum ersten Mal ganz gewaltig! Der „liebe Herr Adams“ saß 6 Monate lang unschuldig im Knast. Und als ich glücklich wieder draußen war, stand ich vor einer Tür, an der ein anderer Name auf der Klingel stand. Hätte ich meine Eltern nicht gehabt, hätte ich mir selbst den Kampf um die Entschädigung nicht leisten können – so schnell sie mich eingebuchtet hatten, so lange haben sie gebraucht, ihr Unrecht einzusehen!“

  „Ja, sag mal – wie zum Teufel gerät man denn unschuldig in den Knast?“

  „Man ist zur falschen Zeit am richtigen Ort – würdest Du jetzt sagen. Ich wollte nach Feierabend nur ein Bier trinken – leider in einer Kneipe, in der wenige Minuten später eine Razzia stattfand. Und einer der Dealer hat wohl schneller kapiert, was abging als ich, jedenfalls fand man in meiner Manteltasche genug Heroin, um mich mitzunehmen und nicht mehr mit aller Höflichkeit zu behandeln. Selbst das negative Blutbild brachte die Beamten keine Sekunde lang von der Idee ab, den Richtigen verhaftet zu haben.“ Isa lachte.

  „Mensch, Du hast echt Talent – das schaffe ja selbst ich nicht, über die man sagt, sie sei das Chaos in Person!“

  „Hör jetzt bloß auf, zu spotten. Das halbe Jahr im Ossendorfer Knast war beileibe kein Spaziergang!“

  „Das glaube ich Dir unbesehen, aber vielleicht war es Dir ja eine Lehre!“

  „Worauf Du Dich verlassen kannst! Aber genug jetzt von schlechten Zeiten! Wie ist es Dir ergangen?“

  „Womit wir wieder bei schlechten Zeiten wären! Lange Zeit ging es mir nicht viel besser als Dir. Bloß hieß der Knast nicht Knast, sondern Kneipe. Einer der DJs vom Roten Baron hatte mich da untergebracht. In dieser Zeit habe ich praktisch nur für das Wohnrecht und ein Taschengeld gearbeitet.

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Seitenaufrufe: 38 mal Aufgerufen Am 1. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Banden, Crime, Drogen, Gesellschaft, Vergangenheit
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