Aus der Sicht der Dinge – Eine ungewöhnliche Freundschaft

Aus der Sicht der Dinge – Eine ungewöhnliche Freundschaft
Preis: 4,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Kinder & Jugend
Webseite: www.ausdersichtderdinge.com
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9780615854007
Eine herzerwärmende Geschichte, die Kinder wie Erwachsene in das Reich der Fantasie entführt, um von dort die wirkliche Welt aus einem anderem Blickwinkel zu erleben. Die siebenjährige Lisa schließt eine ungewöhnliche Freundschaft mit dem peruanischen Teddybär Osito, der viele Jahre mit ihrem Onkel Freddie auf Reisen war. Während der von den Abenteuern berichtet, die er mit Dingen wie der Kamera, der Sonnenbrille und den Wanderschuhen erlebt hat, scheint Lisa's Leben immer mehr aus den Fugen zu geraten. Und als ob die Trennung ihrer Eltern noch nicht schwer genug zu akzeptieren ist, wird auch noch die Freundschaft mit Osito auf eine harte Probe gestellt. Stimmen zum Buch: "Der Roman konnte mich spontan überzeugen. [...] Er beeindruckt durch eine gelungene Mischung aus Spannung und Emotionalität. Gekonnt wird die wichtige Botschaft in diese subtile Erzählung eingeflochten." - Hauke Wagner, Geschäftsführer Wagner Verlag GmbH "Für jedes Alter geeignet, für jedes Alter ein Muss." - Leser auf Amazon "Ein wunderbares Buch für Kinder und Erwachsene, die im Hier und Jetzt den scheinbar verlorenen Zauber suchen. Sandy Seebers Romanfiguren öffnen eine Tür, hinter der man nicht nur Trost in schweren Stunden, sondern auch wunderbar spielerische Erklärungen für große philosophische Fragen findet." - Leser auf Amazon
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Langsam wandert ein Sonnenstrahl durch ein Fenster. Vorsichtig tastet er sich seinen weiteren Weg zu einem Bett und weiter zu einem Paar blaugrauer Augen. Diese verfolgen bereits neugierig den Weg des ersten Morgenlichts, das kleine funkelnde Staubkörnchen auf- und abtanzen lässt.

Wenn die Sonne nur reden könnte, wo sie doch so viel zu erzählen hätte. Der Gedanke hinter den neugierigen Augen nimmt Formen an. Der Sonnenstrahl schaut sich im Zimmer um, dann im ganzen Haus und am Abend bringt er die Neuigkeiten zurück zur Sonne. Er erzählt ihr seine Erlebnisse und was das Mädchen in dem Zimmer den ganzen Tag über macht. „Er beobachtet mich“, freut sich Lisa, nun hellwach.

Ihr Zimmer befindet sich auf der Ostseite des Hauses. Es ist groß und hat verschiedenfarbig gestrichene Wände. Die Wand mit dem Fenster ist sonnengelb und grenzt an eine orangefarbene Wand. An diese grenzt das Kopfende von Lisas großem Bett, das in ihr Zimmer hineinragt. An der grünen Wand gegenüber steht ein großer Kleiderschrank, der bis zum blauen Himmel reicht. Und die rosafarbene Wand beherbergt die Tür zur Welt der Erwachsenen.

Unter dem Fenster steht ein kleines rotes Sofa, auf dem es sich Lisas Puppen und Plüschtiere gemütlich gemacht haben. Neben dem Sofa steht ein zweistöckiges Puppenhaus und ein blauer Puppenwagen. Während die Siebenjährige ihren munteren Gedanken folgt, fällt ihr der Traum wieder ein. Sie muss ihn unbedingt Nicole erzählen. Lisa schlüpft aus dem Bett und läuft barfüßig über den hölzernen Boden zum Puppenwagen. Behutsam nimmt das Mädchen eine dunkelhäutige Babypuppe aus dem Wagen und bettet sie auf ihren Arm.

„Guten Morgen Nicole“, sagt sie liebevoll und setzt sich auf das Bett. „Na, hast du gut geschlafen? Ich habe wieder von der Prinzessin geträumt. Du weißt schon, die Prinzessin von der ich dir neulich schon erzählt habe. Dieses Mal hat sie geheiratet. Und du glaubst nicht, wen. Einen wundervollen starken Baum. Es war eine schöne Hochzeit in einem Palast, der aus Sternen gebaut war. Stell dir vor, alle haben mit ihr gefeiert.

Die Gläser haben gesungen und sogar der Regenbogen hat seinen Segen gegeben.“ Lisa hält inne und lächelt wissend. „Mir wird der Regenbogen auch einmal seinen Segen geben.“ Die Gedanken in ihrem Kopf schlagen Purzelbäume. Lisa träumt von einem weißen Kleid mit einem Schleier, so lang, dass er ganzen Wäldern und Tälern von der Hochzeit berichten kann. Sie stellt sich vor, wie ein kräftiger Regenbogen über ihr schwebt. Dann beugt er sich freundlich zu ihr herab. „Moment mal“, wundert sich Lisa. „Wo ist denn der Bräutigam?“

Gedankenverloren sitzt das Mädchen auf ihrem Bett, als sich die Tür zu ihrer Welt öffnet. „Guten Morgen Lisa, du bist ja schon auf“, wundert sich eine zierliche Frau mit langem dunklem Haar. „Komm, zieh dich an, es gibt gleich Frühstück.“ „Mama?“ „Ja, Lisa?“ „Wo bekommt man einen Bräutigam her?“ Die Mutter verzieht fragend ihr Gesicht. „Einen Bräutigam? Glaubst du nicht, dass du noch ein bisschen zu jung zum Heiraten bist?“ „Doch nicht für mich! Für meine Geschichte. Ich habe mir gerade eine ausgedacht. Doch ich weiß nicht, wo der Prinz herkommen soll.“ „Für was brauchst du denn einen Prinzen?“ „Na zum Heiraten! Zu einer Hochzeit gehören doch zwei, oder?“ „Stimmt. Es ist ganz schön schwer, dir zu folgen. Aber du hast Recht. Für deine Hochzeit wirst du wohl auch einen Prinzen brauchen. Hm, lass uns mal überlegen. Vielleicht lernt die Prinzessin den Prinzen ja bei einem Tanz kennen?“ Lisa schüttelt energisch mit den Kopf: „Doch nicht wie in Aschenputtel. Es muss ein ganz besonderes Ereignis sein.“ „Vielleicht …“. Die Mutter hält inne und schaut abwesend zum Fenster. Dann sagt sie: „Vielleicht fällt uns etwas nach dem Frühstück ein. Der Papa wartet nämlich schon.“ „Na gut“, stimmt Lisa zu.

„Guten Morgen Papa“, begrüßt das Mädchen ihren Vater, der hinter einer Zeitung versteckt am Küchentisch sitzt. „Guten Morgen Lisa. Hast du gut geschlafen?“, fragt er, ohne die Zeitung auch nur einen Millimeter zu bewegen. „Habe ich“, antwortet sie. Warum muss er immer so beschäftigt sein? Die ganze Woche ist er nicht da und nun liest er Zeitung. Frag ihn etwas! Aber was? „Papa?“ „Ja, Lisa?“ „Was steht denn in der Zeitung?“ „Nachrichten aus Deutschland und aus aller Welt.“ „Darf ich mitlesen?“ „Das sind noch keine Nachrichten für kleine Mädchen.“ „Wieso denn nicht?“ „Weil es Wirtschaftsnachrichten sind. Die sind für Erwachsene.“ Lisa gibt nicht auf: „Was sind Wirtschaftsnachrichten?“ „Informationen über Unternehmen und über die Börsenkurse.“ „Ist das interessant?“

„Für mich schon.“ Das führt nicht weit, stellt Lisa fest. „Was machen wir denn heute?“ „Lisa, ich mag nur die Zeitung fertig lesen und dann machen wir etwas zusammen, ja?“ „Hm.“ Das hat auch nicht funktioniert. Lisa beißt ein weiteres Mal in ihr Marmeladen-Toast und versucht dabei, die Wörter auf der Zeitung zu entziffern. WIRTSCHAFTSKRISE GEHÖRT DER VERGANGENHEIT AN! „Papa, nur noch eine einzige Frage.“ „Hm?“ „Was ist eine …

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Seitenaufrufe: 149 mal Aufgerufen Am 7. Mai 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Freundschaft, Globetrotter, Heranwachsen, Reisen, Roman, Sandy Seeber, Scheidung, Teddybär, Trennung
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