Auronja – Reise zur Wüstenstadt

Auronja – Reise zur Wüstenstadt
Preis: 4,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Historisch
Webseite: www.Angela-Planert.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781500851651
Aurelius, Herrscher von Auronja hat alle Oasen mit den kostbaren Wasserreserven von seinen Soldaten besetzten lassen. Wer nicht verdursten will, flieht auf die eisige Hochebene. Bratarak, einst Lehrer im Dienste Aurelius, reist mit seiner Tochter Irina der Heilerin und einigen anderen Wüstenbewohner in das schneebedeckte Nachbarland. Dort begegnet sie dem jungen Krieger, den die Hochländer »Filius« nennen. Warum dieser junge Mann seit langer Zeit fern seiner Wüstenheimat lebt und welches unglaubliche Geheimnis er verbirgt, ahnt niemand der Flüchtlinge. Doch dann stellt sich heraus, dass der meist schweigsamen Krieger einst Schüler von Bratarak war. Filius wenige Äußerungen verwirren Bratarak oft mehr als sie ihm helfen. Um das Geheimnis um den jungen Krieger zu lüften, beschließt der Lehrer ihn auf eine gefahrvolle, fast aussichtslose Reise nach Auronja zu folgen ...
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Leseprobe

An der Stirn pochte ein mächtiger Schmerz. Sein gesamter Schädel dröhnte, als würde ein Hornissenschwarm darin kreisen. Der Rest seines Körpers schien aber unversehrt zu sein. Kalte, dicke Flocken landeten auf seinem Gesicht. Filius drehte den Kopf zur Seite und fragte sich, was passiert war. Eben hatte er doch noch auf dem Pferd gesessen. Er öffnete die Augen. Doch noch immer lag der weiße Schleier vor seinem Blick. Langsam setzte er sich auf, dabei spürte er, wie etwas Nasses von der Stirn über sein Auge lief. Sein Pferd musste ihn abgeworfen haben. Ob es noch in der Nähe war? Filius lauschte. Nichts war zu hören, kein Stapfen durch den Schnee, kein Schnaufen, ja nicht mal einen Raben konnte er wahrnehmen. Diese Stille verursachte ein ungutes Gefühl in seiner Magengegend. Zooltak würde ihn vorläufig nicht vermissen, zu eifrig verfolgte er die Fährte. Die anderen Männer hielten ihn nach diesem Missgeschick bestimmt für einen Schwachkopf. Filius fühlte sich erschöpft, als habe er den ganzen Tag schwer gearbeitet, obwohl er nur ein Stück geritten war. Es durfte niemand bemerken, wie kraftlos er war, vor allem aber, dass er fast blind war. Es musste ihm gelingen, allein aus dieser Situation herauszukommen und den Weg ins Dorf zurückzufinden. Allerdings wusste er weder, wie lange er hier im Schnee gelegen hatte, noch welche Richtung er einschlagen sollte. Filius konnte den Stand der Sonne nicht ausmachen. Es schneite, demzufolge war der Himmel wolkenverhangen. Das waren widrige Umstände, die seine Lage erschwerten. Seine Kopfschmerzen verstärkten sich mit jeder Anstrengung und zu allem Überfluss schien sein linkes Augenlid zuzuschwellen, ein wachsender Druck verdunkelte den weißen Schleier. Vorsichtig tapste er mit ausgestreckten Armen voraus auf einen dunklen Schatten zu. Er befühlte die Rinde des Baumstammes einmal rundherum, bis er das Moos unter seinen Fingern spürte. Endlich ein Lichtblick, nun hatte er eine Orientierung. Irgendwo vor ihm musste also sein Dorf liegen. Mit tastenden Händen mühte sich Filius vorwärts. Dünnes Astwerk streifte sein Gesicht. Erst jetzt bemerkte er seine fehlende Kopfbedeckung. Wahrscheinlich war sie bereits beim Sturz abgefallen und lag im Schnee. Er könnte zurückgehen, doch er würde sie vermutlich nicht mehr finden. Die Kälte, seine Verletzung, vor allem aber seine müden Knochen machten ihm zu schaffen. Nur sehr langsam kam er voran. Bald nahm er ein leises Plätschern wahr, welches mit jedem Schritt deutlicher erklang. Der Bach. Noch vor wenigen Monden hatte er sich hier gewaschen. Das war ein herrlicher Anblick gewesen, wie das klare Wasser im Sonnenschein über die Steine sprudelte. Im Moment war der Bach noch nicht vollständig zugefroren. In ein paar Tagen würde auch dieser Klang verstummen. Nun brauchte er nur dem Lauf des Wassers zu folgen. Zuerst käme er an der alten Siedlung vorbei. Irina kam ihm in den Sinn, sie könnte ihm helfen. Nein. Er wollte sie sehen, ihr Gesicht erkennen können, bevor er ihr das nächste Mal begegnete. Das Dorf war sein Ziel, denn Cara kümmerte sich bestimmt um ihn. Der eisige Schnee knarrte unter seinen Fellstiefeln.

Bewegte sich da hinten nicht etwas? Filius blieb stehen. Jetzt sah es eher wie ein niedriger Busch aus. Dieser Schleier vor seinen Augen war wirklich zu hinderlich. Vermutlich bildete er sich die Bewegung nur ein. Als er weiterging, meinte er, der Schatten käme aber doch auf ihn zu.

Filius stockte der Atem. Eine schlimme Ahnung überfiel ihn. Schlagartig hielt er inne. Im Augenwinkel sah er aus drei Richtungen dunkle Flecken auf sich zukommen.

Sein Herzschlag verdoppelte sich. Es konnten nur Wölfe sein! Sie kreisten ihn ein, so entkamen ihre Opfer nicht. Gemeinsam würde sie über ihn herfallen, um sich sein Fleisch zu teilen. Filius vergaß Schmerz und Müdigkeit. Mit der Todesangst zog er sein Schwert und drehte sich mit ausgestreckter Waffe um sich selbst. Einen leichten Widerstand beim Drehen, das Aufjaulen, weckte die Hoffnung, ein Tier erwischt zu haben. Von allen Seiten vernahm er lautes Knurren. Das Rudel gab sich hörbar nicht geschlagen. Filius’ Blut von seiner Stirnverletzung hatte die Biester angelockt. Eine solch lohnende Mahlzeit ließen die Wölfe natürlich nicht kampflos zurück. Die Vorstellung, von den Tieren zerfleischt zu werden, brachte seine letzten Reserven hervor. Mit der Kraft seiner Furcht vor dem Tod schlug er auf die dunklen Schatten ein, dabei drehte er sich so schnell er konnte. Ein wahnsinniger Schmerz am rechten Unterarm ließ ihn aufschreien. Er war versucht, seine Waffe fallenzulassen.

Nein! Das wäre sein Ende. Er durfte seine einzige Verteidigung nicht loslassen. Mit der Linken übernahm er das Schwert. So gut es ihm möglich war, wandte er sich mit gestreckter Waffe weiter um seine eigene Achse. Das Reißen in seinem Arm verstärkte sich, raubte ihn fast das Bewusstsein. Auch nur ein winziger Augenblick der Schwäche wäre in dieser Situation sein Tod. Es musste ihm gelingen, diese Biester zu ver…

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Seitenaufrufe: 16 mal Aufgerufen Am 5. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Heilerin, Herrscher, Krieger, Liebe, Mondsteine, Oasen, Schnee, Wölfe, Wüste
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