Angie – Die Prüfung 1. Teil einer Trilogie

Angie – Die Prüfung  1. Teil einer Trilogie
Preis: 13,90 €
Autor:
Genres: Belletristik, Fantasy
Webseite: https://autorin-angela-zimmermann.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783746028729
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Elena hat die fünfundzwanzigjährige Angie einen Laden eröffnet, in dem sie Menschen spirituell berät. Alle Frauen in ihrer Familie besitzen spezielle Gaben, und Angie sieht ihrer ersten Prüfung entgegen. In einem Haus, welches seit Jahren leersteht, leben die Geister von zwei kleinen Mädchen, deren Tod Angie aufklären soll. Doch nicht nur die Zwillinge machen ihr zu schaffen, es gibt auch Menschen, die es nicht gut mit ihr meinen. Wird Angie ihre Prüfung bestehen? Wem kann sie vertrauen? Gemeinsam mit den Mädchen kommt Angie hinter dunkle Geheimnisse.
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EINS

Ich strecke mich und jeder Knochen und jede Sehne an meinem Körper tut weh. Seit 4 Wochen schlafe ich nun schon auf dem provisorischen Bett, was wirklich nur eine einfache Liege ist. Sie steht im Hinterzimmer meines kleinen Geschäftes. Das habe ich vor 2 Monaten eröffnet und nach ein paar Wochen war mir der morgendliche Weg, quer durch ganz Dresden, zu viel. Der Verkehr ist stets nervenaufreibend gewesen und ich hatte einfach keine Lust mehr, ständig im Stau zu stehen.
Ich bin bei Grace, meiner Großmutter, die ich schon immer so genannt habe, am anderen Ende der Stadt aufgewachsen. Nun habe ich mich jedoch dazu entschlossen meinen eigenen Weg zu gehen.
Mit meiner Freundin Elena habe ich mir den Traum vom eigenen Laden erfüllt.
Ich sehe mich als Lebensberaterin und so gibt es bei uns alles was mit Himmel und Hölle zu tun hat. Von Gott, Engel bis Teufel, von Dämonen bis Elfen. Wir haben Bücher, CD´s und sämtliches Kleinzeug von Amulett bis hin zu Ratgebern für alle Lebenslagen.
Zudem machen wir Sitzungen in denen wir mit unseren Kunden mittels Tarotkarten in die Zukunft sehen. Ach, und ein Pendel habe ich auch, aber das kommt eher selten zum Einsatz.
Am Anfang war es sehr schwer mit diesem Angebot Fuß zu fassen, denn es gibt wenige Menschen die an solche Sachen glauben. Laut Volksmund gibt es sie eigentlich nicht, oder man kann sie nur schwer erklären. Aber langsam haben wir uns einen Kundenstamm aufgebaut. Die Leute kommen nicht mehr nur neugierig schauen und verlassen dann doch den Kopf schüttelnd, ohne etwas zu kaufen, unseren Laden.
Das mit den Tarotkarten ist so ein Familiending. Schon meine Urgroßmutter Gina hat es gemacht und auch Grace. Von ihr habe ich es gelernt. Stundenlang habe ich ihr als Kind heimlich zugeschaut, wenn sie ihre Kunden beraten hatte. Als ich 14 Jahre alt war, hat Grace begonnen es mir zu beizubringen. Sie sagte immer, dass wir alle diese Gabe haben und wir vielen Menschen damit helfen können und sollten.
Elena hat es von mir gelernt und ihr Talent war erstaunlich. Das Kombinieren der Informationen der Karten lag ihr ebenso im Blut wie mir. Ich musste nie lange überlegen, was sie zu sagen haben. Elena brauchte etwas länger, um alles zu verstehen, aber jetzt ist sie fast genauso perfekt darin wie ich.
Unser Interesse weitete sich noch aus und so sammelten wir alles, was mit Übersinnlichem und Paranormalen zu tun hat.  Irgendwann wurde es so viel, dass wir uns entschieden, damit einen beruflichen Weg einzuschlagen. So kamen wir letztendlich zu unserem Laden. Es ist ein kleines Geschäft mit zwei Hinterzimmern. In Absprache mit unserem Vermieter haben wir alles so umfunktioniert, damit es unseren Vorstellungen gerecht wird. Das eine Hinterzimmer wurde unser Beratungsraum, wo wir unsere Sitzungen mit den Kunden abhalten und das andere mein kleines Wohndomizil. Dahinter haben wir noch ein winziges Bad, mit einer Dusche in der man sich zwar kaum drehen kann, aber für unsere Ansprüche reicht es aus. Meistens sind es sowieso nur meine.
Ich habe mich nun aus meinem primitiven Bett heraus gequält, war eben unter der sogenannten Dusche und meine Muskeln haben sich auch etwas entspannt. Ich mache mir einen Kaffee und schwelge weiter in meinen Gedanken. Während ich darauf warte, dass die Maschine fertig wird, fällt mein Blick auf die wenigen Fotos die ich hier neben meinem Bett stehen habe. Es sind ziemlich alte Fotos. Auf dem ersten ist meine Urgroßmutter Gina mit Grace und meiner Mutter auf dem Arm, als Baby. Das zweite zeigt Grace mit meiner Mutter, die mich als Baby auf den Arm hält. Irgendwie komisch. So viele Jahre liegen zwischen den Bildern, aber sie gleichen sich so, dass man sie verwechseln könnte, wenn man es nicht wüsste wer da zu sehen ist.
Mein Blick schweift zu meinem Spiegel und ich sehe wieder, warum es so ist. Jedes Mal bin ich über die Ähnlichkeit, die uns alle vier verbindet, erstaunt.
Wir alle sehen gleich aus. Ein zartes Gesicht, eingerahmt von roten leuchtenden langen Haaren, die sich in großen Locken um den Kopf schmeicheln. Und dann die grünen Augen, die sich wie Smaragde im Licht spiegeln. Ach ja, die Sommersprossen darf ich nicht vergessen, die ich als Kind   Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und sie gehören einfach zu mir, wie die Gabe die unsere Familie Jahrzehnte schon begleitet.
Viele Menschen sagen, dass wir wie Hexen aus dem Mittelalter aussehen und an dem was wir tun, oder meine Ahnen getan haben, ist wahrscheinlich sogar etwas Wahrheit daran. Es ist nur gut, dass wir heute leben und die Menschen mit diesem Thema anders umgehen als vor 300 Jahren.

Bewertung: 5.0 von 5 (3 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 108 mal Aufgerufen Am 21. Januar 2018 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: herzergreifend, mystisch, Paranormal, spannend, Übersinnlich
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