Amy und Sammy auf der Zauberinsel

Amy und Sammy auf der Zauberinsel
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Kinder & Jugend
Webseite: www.zauberinsel.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Amy lebt in einem trostlosen Waisenhaus und glaubt, ein ganz normales Mädchen zu sein. Sammy, der bei seinen Großeltern aufwächst, hat seine Eltern bei einem Flugzeugunglück verloren. Als Amy und Sammy sich begegnen, wird ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt. Von ihrem Paten Tatu erfahren sie, dass sie Geschwister sind und zaubern können. Er bringt sie auf eine geheime Insel, wo sie zu Zauberern ausgebildet werden. Hier erleben sie mit ihren neuen Freunden Simon, Bradley und Yorgi eine Reihe gefährlicher Abenteuer und müssen sich mit einem fiesen Zauberer herumschlagen, der sie töten will.
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Aldrin Kimball forderte die jungen Zauberer auf, sich zu setzen.

»Thomas, mein Lieber«, sprach Aldrin den ihm gegenüber sitzenden jungen Zauberer an, »wie geht es deinem Vater? Hat er die Windpocken gut überstanden? Ja, ja, wir alle wollen jünger werden, aber doch nicht auf diese Weise! Hat wohl den falschen Zauber erwischt, der Gute! Bestelle ihm bitte liebe Grüße von mir. Also, du hast, wie ich hier sehe, den Magier Thaddäus Longhorn überwacht. Was gibt es zu berichten?«

»Wenn ich das ganze kurz zusammenfassen müsste, würde ich sagen: nichts. Thaddäus ist 124 Jahre alt, kann weder mit noch ohne Brille richtig sehen und hören nur mit einem Hörgerät, dass sein Sohn ihm aus der Menschenwelt mitgebracht hat. Sein Gedächtnis ist nicht mehr das Beste. Letzte Woche hat er es geschafft, an einem einzigen Tag sechs Mal sein Gebiss zu verlegen. Er beschäftigt sich nicht direkt mit schwarzer Magie, jedenfalls heute nicht mehr. Er versucht diesen und jenen kleinen Zauber, aber weil er sich nicht erinnern kann, wie man die Zauber ausführt, gehen sie in der Regel schief. Das sind die Unfälle, die unser Informator als „schwarze Magie“ bezeichnet hat. Ist er harmlos? Oh nein, auf keinen Fall! Man sollte den Mann aus dem Verkehr ziehen, bevor er aus Versehen die Welt in die Luft sprengt, doch der schwarze Magier, den wir suchen, ist er ganz sicher nicht!«

Thomas strich den Namen Thaddäus Longhorn von der Liste, die anderen taten es ihn nach.

»Bei dem Magier Thogora war ich mir nicht sicher«, sagte Ashton Tinker. »Er gibt sich geheimnisvoll, lässt sich nicht in die Karten schauen. Sein Haus ist von hohen Mauern umgeben und mit allen möglichen Alarmen gesichert, aber wir haben da unsere speziellen Möglichkeiten.« Ashton hielt inne und räusperte sich.

»Mittlerweile neige ich eher zu der Ansicht, dass Thogora ein Scharlatan ist. Er kann überhaupt nicht zaubern. Ich habe weder etwas gesehen noch gehört, dass auf Zauberei hinweisen würde. Er ist ein Möchtegernzauberer, der sich mit dem üblen Geruch der schwarzen Magie umgibt. Ich glaube nicht, dass er irgendwann einmal irgendetwas gezaubert hat!«

Ashton setzte einen Haken hinter Thogoras Namen.

»Wie in dem Kinderreim, den Amy mir neulich vorgesungen hat. Mit 10 kleinen Äpfelchen hatte das Lied angefangen, und jetzt schwammen noch vier kleine Äpfelchen im Brei, eines aß zu viel davon, da waren’s nur noch drei!«, dachte Tatu und grinste.

»Was ist mit Fox? Von dem habe ich lange nichts mehr gehört«, fragte einer der Ratsmitglieder, dessen Namen Tatu entfallen war.

Der dritte junge Mann, Owen Crackstone, erhob sich.

»Den habe ich lange gesucht. Er arbeitet jetzt auf der Schulinsel als Lehrer, unterrichtet alte Sprachen und ähnliches. Bei ihm habe ich nichts finden können, was auf schwarze Magie hinweist, er scheint sauber zu sein. Was er in der Schule macht, weiß ich nicht, weil man da nicht hinkommt.«

»Da waren’s nur noch zwei«, dachte Tatu.

Bobby Winslow, der bisher noch nicht zu Wort gekommen war, begann sofort mit seinem Bericht.

»Ich habe den Zauberer Solomon überwacht, und ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll. Er beschäftigt sich mit schwarzer Magie, soviel steht fest. Ich habe da einiges mitbekommen. Er ist ein unangenehmer Zeitgenosse, streitsüchtig und aggressiv. Einer von der Sorte, die bei der ersten Gelegenheit zum Zauberstab greifen. Er hat einen Nachbarn verzaubert, weil der nicht verhindert hat, dass einer seiner Äpfel auf das Grundstück von Solomon gefallen ist. Der Arme musste wochenlang mit einem Hahnenkamm statt seiner langen weißen Haare herumlaufen. Bei dem Charakter wäre es vorstellbar, dass er etwas mit der Sache zu tun hat.«

Jeder machte ein großes X hinter den Namen.

»Jetzt fehlt uns noch Mortimer! Wohin hatten wir den geschickt?«, fragte Aldrin.

Die Herren des Rates blätterten in ihren Unterlagen.

»Er sollte zu Auriton gehen. Ich habe Auriton vor etlichen Jahren kennengelernt, er muss mittlerweile recht klapprig sein«, meldete sich Spencer Russell, ein ebenfalls in die Jahre gekommener Zauberer, zu Wort.

»Gut«, sagte Tatu, »ich bitte sie, mich sofort davon zu unterrichten, wenn Mortimer auftaucht. Es beunruhigt mich, dass er nicht pünktlich ist! Glauben sie mir, im Augenblick gibt es keine wichtigere Angelegenheit, als diesen schwarzen Magier zu finden! Daher bitte ich sie, weiter zu ermitteln.«

Tatu erhob sich, tippte kurz mit der Hand an die Stirn, murmelte ein »wir sehen uns« und verschwand wie er gekommen war. Er teleportierte in sein Haus am See und machte sich erst am nächsten Tag auf nach Broombush. Er musste unbedingt eine Pause machen.

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Seitenaufrufe: 58 mal Aufgerufen Am 21. Oktober 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Elfen, Gestaltwandler, Jugendbuch, Kinderbuch, Magie, Phantasie, Zauber, Zwerge
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