Alternierend

Alternierend
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Krimi & Thriller, Science-Fiction
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739202754
Daniel ist depressiv, übergewichtig und ein Außenseiter. Nach seiner Entlassung zieht er sich immer mehr zurück und wird seitdem von rätselhaften Albträumen gequält. Als er 30 wird, überschlagen sich die Ereignisse und er beschließt, sich im Silver Lake Reservoir zu ertränken. Zynisch blickt er noch einmal auf sein Leben und vor allem das vergangene Jahr zurück. Während er stirbt, reflektiert er im inneren Monolog, wie es soweit kommen konnte. Aus seiner Perspektive versucht er den in ihm schwellenden Wahnsinn zu verstehen. Dabei lässt ihn eine schier unsterbliche Liebe nicht mehr los.
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05-VERLETZT

Nur mühsam konnte ich die Augen öffnen. Zunächst wirkte alles sehr verschwommen. Es fühlte sich an, als hätte ich soeben noch geschlafen, aber da ich nicht im Bett war, konnte das nicht sein. Die Geräusche um mich herum nahm ich für einige Momente nicht wahr, bis ich aus der Ferne immer lauter werdende Schreie vernahm. Reifen quietschten, Feuer knisterte und noch immer konnte ich nicht richtig sehen, was eigentlich um mich herum passierte. Es war hell, vielleicht sogar zu hell, um sofort alles zu erkennen. Ich lag seitlich in einer unbequemen Position, mit jeder Sekunde war mir, als würde ich immer mehr Schmerzen verspüren. Meine Beine wurden von einer warmen Flüssigkeit umhüllt, im Bauchbereich fühlte ich einen stechenden Schmerz, als würde mir jemand eine glühende Klinge hineinrammen. Meinen Kopf konnte ich kaum bewegen, doch langsam erkannte ich, dass ich in einem Auto saß und mein Gesicht den Asphalt einer Straße berührte. Wo? Warum? Wie? Der Schock setzte ein und ich verstand überhaupt nichts. Das Auto kam mir erst einmal nicht bekannt vor und da meine Brillengläser leicht gesprungen waren, hatte ich auch Mühe alles zu erkennen. Braunes Leder, ein Lenkrad, welches ich noch nie in der Hand hielt, in der Mitte vier sich überschneidende Ringe. Langsam kamen mir Erinnerungen, doch ich war mir nicht sicher, ob es meine eigenen waren. Kurz vor meiner Entlassung wollte ich mir einen Audi A4 kaufen, doch mit der Kündigung hat sich das Thema erledigt, aber dennoch saß ich hier, in einem Auto, welches ich nie besessen habe. Langsam konnte ich meinen Kopf drehen. Wenn nicht der Asphalt, so kam mir das bisschen Gegend, was ich von hier aus erkennen konnte, bekannt vor. Es muss irgendwo auf dem U.S. Highway 101 gewesen sein, auf einem Streckenabschnitt, den ich mehrmals auf dem Weg zu einem Lieferanten passierte. Auch wenn die Schmerzen kaum analytisches Denken zuließen, alles sah nach einem Unfall auf einer Geschäftsfahrt aus, obwohl das keinen Sinn ergab. Ich hatte nicht dieses Auto, ich hatte nicht mehr diesen verfickten Job, aber dennoch sah ich meine Aktentasche auf dem Boden liegen, wie mich selbst. Der Gurt, um meine schmerzende Brust geschnallt, verhinderte wohl, dass mein Leib völlig aus dem seitlich liegenden Auto kippte. Ob das gut war oder nicht, konnte ich nicht einschätzen. Auf, neben und um mich herum sah ich verschiedene Scherben. Ich wusste nicht ob alle von meinem Auto kamen, ob noch mehr Fahrzeuge in den Unfall verwickelt waren, aber die Schreie im Hintergrund ließen diesen Schluss zu, vor allem das Brüllen eines Babys. Während ich vorsichtig versuchte meine Finger zu bewegen, konnte ich noch immer nicht verstehen, wie ich in diese Situation geraten war. Zwar fühlte sich alles so real an und ich nahm sogar die nach Feuer riechende Luft wahr, doch erschien mir die Situation unwirklich. Habe ich mein Gedächtnis verloren? Bin ich irgendwann verrückt geworden? Hat mir mein Verstand bisher ein anderes Leben vorgemacht oder lebe ich jetzt das andere, unwirkliche Leben? Meine rechte Hand tastete sich langsam an das Ende des Gurtes. Ein fester Druck löste den Gurt, welcher von der linken Seite langsam aufgerollt wurde. Sofort bemerkte ich einen furchtbaren Schmerz im Bauchbereich. Keine gute Idee! Zögernd schaute ich an mir runter, dies verursachte starke Schmerzen im Nacken. Erst jetzt wurde mir klar, dass es schlimmer um mich stand als ich ahnte. Mein übergewichtiger Bauch stand ziemlich weit offen. Alles war voller Blut, auch das Stück Metall, welches mir das Fleisch aufriss. Zumindest wusste….

Bewertung: 5.0 von 5 (2 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 69 mal Aufgerufen Am 26. November 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Albtraum, Asperger Syndrom, Doppelgänger, Lebensgeschichte, Liebe, Paralleluniversum, Selbstmord, Wahnsinn
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