Abgezockt und doch verloren

Abgezockt und doch verloren
Preis: 9,90 €
Autor:
Genres: Belletristik, Historisch
Webseite: www.vero-kaa.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783737566520
Es war Frühjahr, als George auszieht in ein neues Leben. Einen Aussteiger könnte man ihn nennen, doch in Wahrheit steckt da viel mehr dahinter. Er prellte seine Gläubiger und die Banken und weiht selbst seine Familie nicht in seinen finanziellen Schwierigkeiten ein. Georg glaubte fest an seinen Plan von einem besseren Leben, einer finanziell gut gestellten Zukunft in einem fernen Land. Doch es kommt ganz anders.
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Leseprobe

Georg und seine Spedition… Immer öfter habe ich Schwierigkeiten mit der Versicherung. Egal ob schuldig oder unschuldig, Mum, es kommt einfach zu viel zusammen.“ Er nannte mich immer „Mum“, was ich sehr schön fand. Doch an diesem Tag sagte er: „Mum, es ist so: Wenn man sich im Kreislauf der Selbstständigkeit befindet, kommt man auch nicht mehr so schnell heraus. Außer man hat genügend Rücklagen, um ein Unternehmen aufzulösen. Aber wer kann das schon? Man müsste im Lotto gewinnen, oder?“ So kreisten unsere Gedanken hin und her. Dann antwortete ich ihm: „Georg, wem sagst du das, du weißt, wie es uns geht. Auch wir sind seit mehr als zwanzig Jahren selbstständig.“ „Ja, Mum, ich weiß, aber meiner Firma geht es nicht gut“, antwortete er. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne, doch er verneinte. Sein Stolz stand ihm im Weg, um Hilfe anzunehmen. Heute weiß ich so viel mehr – und doch gar nichts. Ich frage mich, muss ich alles wissen? Nein, man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Nun sind es schon sieben Jahre, dass mein Sohn Georg tot ist. Gestorben an Herzversagen, so steht es im Totenschein. Gestorben in einem fremden Land. Ich hatte keine Chance, ihn nochmals zu sehen, mich zu verabschieden. Keine letzte Umarmung – nichts. In den Morgenstunden gestorben, am Nachmittag schon beerdigt. „So ist das Leben!“ Dieser Spruch steht für meine Trauer. Nur so kann ich mir selbst Kraft geben und den Schmerz lindern. Er war gerade mal achtunddreißig Jahre alt. Gestorben an einem gebrochenen Herzen. Wie heißt es doch im Leben: „Der Mensch denkt, aber Gott lenkt“. Hier hat dieser Spruch voll zugetroffen. Aber ich möchte weitererzählen: Damals, zwei Tage später, unterhielten wir uns wieder über Georgs Geldsorgen. Dabei sagte er mir so nebenbei: „Man könnte einen Coup landen, indem man viele Euroschecks sammelt und diese im Ausland einlöst.“ Ich antwortete neckisch: „Das müssen aber sehr viele sein und dann über Jahre gesammelt. Denn jeder Euroscheck hat doch nur eine Deckung bis 400 DM.“

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Seitenaufrufe: 44 mal Aufgerufen Am 23. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Banken, Betrug, Gläubiger, Kind, Liebe, Mutter, Sohn, Vater, Verrat, Wirtschaftskriminalität
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