Abenteuer im Baumburgwald

Abenteuer im Baumburgwald
Preis: 12,90 €
Autor:
Genres: Fantasy, Kinder & Jugend
Webseite: www.simsabim.wordpress.com
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783903161399
Im Baumburgwald leben Tiere, Menschen und auch Fabelwesen, wie zum Beispiel Helle Gnom. Er ist der beste Freund von Käfer Julius, der mit seiner Familie in diesem Wald wohnt. Ob es Sinn macht, wenn Käferfrau Luise beschließt, in ein Menschenhaus zu übersiedeln? Jedenfalls gibt es einige Aufregung, als Sohn Felse verschwunden ist. Dem nicht genug, werden im Dorf Bücher gestohlen und Lies Mich, der Vorlesegnom, bringt den Baumburgwald in große Gefahr, als er aus einem der Bücher lesen will. Ein grüner Nebel droht den Wald und alle, die darin wohnen, ins Nichts zu ziehen. Kann ein Amulett den Baumburgwald retten?
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Bim

1. Kapitel

Die Menschenkinder kommen

Die große Hütte vom Vorlesegnom Lies Mich sah sehr einladend aus. Sie befand sich zwischen einigen jungen Birken am Birkenhain. Vor der Tür standen zwei Kübel mit Geranien. Auch waren  überall bunte Blumen zu sehen.Es waren hauptsächlich viele Sonnenblumen, und als Krönung Rosen. Sonnenblumen mochten die Gnome sehr gerne. Sie erinnerten an die Sonne, die immer scheinen sollte.Wenn sie es tat, denn es regnete in letzter Zeit viel.

Vier kleinere Fenster ließen Licht hinein, das sich am frühen Morgen durch Zweige der Bäume windete. In der Nähe weideten einige Rehe im morgendlichen Nebel. Hasen hoppelten über das ferne Feld.

In der Hütte stand ein kleiner Tisch, sowie zwei bequeme, selbstgebastelte  Stühle, die auch nur klein waren, denn die Gnome wurden nur bis zu fünfzig Zentimeter hoch..

An der rechten Wand befand sich das Essgeschirr aus Holz der hiesigen Bäume. Auf der anderen Wand, in einem langen Regal, überall Bücher. Hauptsächlich Kinderbücher, die Lies  Mich vom Grafen Kurantara ausgeliehen bekam. Das war auch notwendig, da der kleine Vorlesegnom früher diese Bücher stehlen ließ. Und zwar von zwei Kindern, die aus der Ferne kamen und nicht wussten, woher sie überhaupt kamen. Sie konnten aber bei Lies Mich bleiben. Dafür mussten sie alle Kinderbücher stehlen, die sich im Buchladen „Leseburg“ befanden. Das flog natürlich auf. So kam es, dass der Graf dafür sorgte, dass der Obervorlesegnom immer alle Bücher ausgeliehen bekam. Dies war ein weiser Weg, den alle Tiere und Menschen des Baumburgwaldes teilten.

Auf dem Tisch lag ein Buch, das sich Lies Mich schnell schnappte. Mit seiner kleinen Brille konnte er alles lesen, was ihm vor seine Augen kam. Noch vor dem Frühstück wollte er genau wissen, warum die Kinder zur Schule gehen mussten. Hier in diesem Buch stand es drin. Alle Kinder ab 6 Jahren mussten zur Schule gehen, um später einmal einen Beruf zu erlernen. Sehr gut, dachte er bei sich.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Ganz leise, dann aber immer heftiger. Hören konnte Lies Mich immer noch gut. Es war aber früher Morgen und so waren Überraschungen etwas, was  ihn schon aus der Ruhe bringen konnte.

Er konnte sich beruhigen. Es waren zwei Menschenkinder, die hereinkamen.Diese hatten so längerer Zeit für ihn die Bücher gestohlen. Das hatte sich  nun Gott sei dank geändert.  Immer noch trugen Hano und Arabelle, so hießen die Menschenkinder. eine große, rote Tasche in ihren Händen, denn sie trugen sie gemeinsam. So schwer war sie.

Lies Mich sprang auf und umarmte beide Menschenkinder. Die Freude war sehr groß. Einmal in der Woche kamen beide in die Vorlesehütte, um Bücher abzugeben. Der Förster Kai Baumgipfel hatte sie gesandt.

„Hano und Arabelle“, rief Lies Mich. Seine Freude kannte keine Grenze. Er lachte und   schlug die  kurzen Arme hoch. Der Vorlesegnom trug eine grüne Latzhose , sein Gesicht war grün und wie eine Knolle. Seine Ohren liefen spitz zu, ziemlich spitz sogar.  Er trug jetzt seine Brille um den Hals.

Die Menschenkinder setzten sich und stellten  die schwere Tasche auf den Tisch. Dann begrüßten sie den Vorlesegnom.

„Guten Morgen lieber Lies Mich“; erwiderte Arabelle, die Schwester von Hano. Beide waren zehn Jahre jung und Zwillinge. Woher sie kamen, wussten selbst sie nicht genau. Es war  sicherlich die Insel Xamibor, die in den Gedanken der Kinder wohnte, aber  dennoch Realität ausstrahlte.

Auch der Gnom setzte sich hin, schob  dann sein Buch beiseite. Man konnte an seinem Blick erkennen, dass er schon ganz neugierig war. Bücher brauchte er wie das tägliche Essen.

„Was habt ihr heute mitgebracht? Die anderen aus meiner Familie wollen heute Nachmittag erneut auf dem Platz bei den Elfen etwas vorlesen. Mein Kumpel Volle Seite muss noch bis heute Abend viel lesen.“

Bevor die Menschenkinder etwas auspackten konnten, stand Lies Mich auf und begab sich zum Essgeschirr. Schnell bereitete er einen Kräutertee, sowie  Weißbrot vor. Weißbrot wurde immer mit Elfenstaub belegt. Es enthielt sehr viel Eiweiß, damit man sein Gehirn besser nutzen konnte und auch schlau wurde. Im Kräutertee kam immer Gnomenkraut. Das wuchs nur im Baumburgwald, wo alle Tiere in Eintracht wohnten.

Die Zwillinge fassten in die Tasche und holten zusammen zwanzig Bücher hervor. Alles
Kinderbücher, Abenteuer.-Reise.-und Wissensbücher. Die lagen nun auf dem Tisch, wo Brot und Tee standen.

„Hier sind einige Bücher, die ihr lesen könnt. Wir werden heute vor der Dunkelheit nach Hause gehen müssen. Der Förster erwartet uns“, erklärte Hano. Der Junge wäre gerne länger geblieben, aber seine Schwester und er hatten beim Förster auf der Burg  eine neue Heimat gefunden.

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Seitenaufrufe: 370 mal Aufgerufen Am 12. Juli 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fabelwesen, Fantasy, Kinder, Kinderbuch, Märchen, Natur, Schule, Wald
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