66 & ich, amore mio

66 & ich, amore mio
Preis: 14,95 €
Autor:
Genres: Humor, Romantik
Webseite: www.vero-kaa.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783737560290
Auf eine reizende und direkte Weise erzählt Elisa über die letzten 14 Tage vor ihrem sechsundsechzigsten Geburtstag. Ihre Gedanken bestärkten sie darin, diesen Tag nicht mit der Familie zu feiern, sondern einmal an sich zu denken. Niemand in der Familie kann Elisa verstehen. Sie hatten ihren Geburtstag bereits geplant. Doch Elisa macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Sie fliegt mit einer Freundin nach Griechenland, wo sie entspannen möchte, aber daraus wird nicht wirklich eine Erholung. Sie lernt Martin kennen, und stellt sich die Frage: Was nun? Sie ist von ihren Gefühlen hin - und hergerissen. Fühlt sich wie siebzehn mit Schmetterlingen im Bauch. Dabei rückt ihr sechsundsechzigster Geburtstag immer näher. Erfahren Sie, was Elisa alles erlebt und ob ihr 66. ausfällt…
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Leseprobe

3. Tag

Heute geht es mir mies, ich habe sehr schlecht geschlafen. Dabei gibt es keinen Grund dafür. Oder doch? Also ist heute Shoppen angesagt. Immer wenn ich solche endlosen Diskussionen hinter mir habe, tue ich mir etwas Gutes. Meistens kaufe ich mir etwas Schönes zum Anziehen oder gehe zum Friseur.

Sollte Lui wirklich siegen und auf die Feier bestehen, brauche ich festliche Kleidung. Um ihm eins auszuwischen, werde ich nicht auf den Preis schauen, sondern in eine noble Boutique gehen. Aber will ich das wirklich?

Kaum in der Boutique angekommen stürzt sich auch schon eine Verkäuferin auf mich.

»Hallo, Elisa, kennst du mich nicht? Ich bin es, Heidi. Wir haben doch zusammen die gleiche Fahrschule besucht?«

Ich bin so mit dem Durchwühlen von Shirts und Dreiviertelhosen beschäftigt, dass ich diese Frage nicht richtig wahrnehme. Sicher gilt sie auch nicht mir.

Alles in kleinen Größen ärgere ich mich. Für diese moderne Kleidung bin ich einfach zu alt, und etwas zu füllig…einfach zu dick…

Und wieder ist die Verkäuferin im Anmarsch. Es ist tatsächlich Heidi. Sie hat sich stark verändert. Aber es sind allerdings auch achtundvierzig Jahre vergangen, als wir den Führerschein machten. Sieh mal einer an., sie ist um einiges fülliger als ich. Dabei hat früher kein Gramm Fett an ihren Körper gelassen und war Vegetarierin. Ich höre noch heute ihre guten Ratschläge: »Elisa, pass auf, was du isst, nicht zu fett, kein Fleisch, nur Gemüse und Salate, auch keine Kuchen oder Torten. Manchmal konnte ich diese gut gemeinten Ratschläge nicht mehr hören und stopfte mir dann in ihrer Anwesenheit ein mit reichlich Wurst belegtes Brötchen rein. Dazu trank ich eine Cola und die Welt war für mich in Ordnung. Sie nun in ihrer ganzen Fülle zu sehen, ist schon ein Kleines bisschen Genugtuung. Es ist kein Trost für mich nur eine Feststellung. Nicht nur ich habe mich im Laufe der Jahre verändert, nein, auch die, schöne Heide‹, wie sie damals genannt wurde. Heide verwies mich an die Kleidungsabteilung » Übergrößen« . Schon das Wort lässt das Blut in meinen Adern frieren. Schnell verlasse ich den Laden. Draußen zieht der Duft von frischen Grillwürstchen direkt in meine Nase. Wie gerne hätte ich mir eines gegönnt. Aber mein schlechtes Gewissen lässt das nicht zu. Muss ich meinen Geburtstag wirklich feiern? Oder soll ich einfach meine Koffer packen und abhauen? Verreisen? Wohin und mit wem? Mit Lui meinem Mann? Keine Chance, oder doch? Er ist ein Stubenhocker.

Ich stehe vor einem Reisebüro.

›Wir laden Sie zu einer Wellness-Reise nach Griechenland ein‹.

Steht hier mit fetten, dicken Buchstaben. Schnell bin ich drin, und allzuschnell auch wieder draußen. Was wird Lui dazu sagen? Ich habe diese Reise für zwei Personen gebucht, und auch schon bezahlt. Mich plagte nun das schlechte Gewissen. Komplimente über Komplimente hat mir der junge Mann vom Reisebüro gemacht.

»Kaum zu glauben, dass sie schon sechsundsechzig werden. Wie gut sie doch aussehen. Sie könnten glatt für Ende fünfzig durchgehen. Was und sechs Kinder und auch schon so viele Enkelkinder?« Ich bin ihm voll auf den Leim gegangen. So viel Anerkennung! Das ging bei mir runter wie Öl. Was für ein Schleimer…

Zu Hause angekommen, gab es das befürchtete Donnerwetter.

»Da komme ich nicht mit! Auf keinen Fall!«, schreit mein Mann Lui..

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Seitenaufrufe: 30 mal Aufgerufen Am 23. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Alltagstrott, Alter, Familie, Humor, Italiener, Liebe, Schmetterlinge, Sekt, Sex, Wellness
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