Autoren-Fragebogen von Kena Hüsers

Mein Sachgebiet: Magischer Realismus

Fragebogen:

1. Welche Romanfigur in der Literatur hättest Du selbst gerne erfunden?

Mary Poppins

2. Deine Lieblingsautoren?

Hemann Hesse, Richard David Precht, Elizabeth George, Rainer Maria Rilke (Lyrik), Emily Dickinson (Lyrik), John Donne (Lyrik)

3. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Ich lese immer noch an „Erkenne die Welt“ von R. D. Precht. Man muss schon viel darüber nachdenken und kann es nicht einfach so runterlesen.

4. Dein Lieblingsbuch in der Kindheit?

Pucki

5. Welche Romanfigur wärst Du gerne und warum?

Keine, da ich gerne Heldin meines eigenen, spannenden Alltags bin.

6. Welche drei Bücher würdest Du auf die einsame Insel mitnehmen?

Wenn nur Platz im Gepäck für drei Bücher ist, nehme ich meinen E-Book-Reader mit und lade mir alles drauf, was ich vor der Abreise noch finden kann. Ich hoffe, es gibt Strom auf der einsamen Insel.

7. Andere gehen morgens ins Büro oder in den Betrieb – Wie fängt bei Dir ein Arbeitstag an?

Ich gehe mit einem leckeren Caro-Kaffee an den Rechner und lese meine Mails. Danach schreibe ich, bis die Kreativität nachlässt. Zum Nachladen, gehe ich in den Garten, lege mich auf einen Liegestuhl, zupfe an den Pflanzen herum oder fahre mit dem Fahrrad in die Natur. Dabei spiele ich die nächsten Szenen im Kopf durch. Natürlich habe ich vorher schon einen Plot geschrieben. Ich weiß also, wo es langgehen soll. Aber, wie sich die einzelnen Charaktere verhalten, dass spiele ich oftmals erst einmal selbst durch. Manchmal bin ich so gefangen in meinen Figuren, dass ich aus dem Kopfkino gar nicht wieder herauskomme. Dann wird es Zeit, wieder an den Rechner zu gehen und weiterzuschreiben.
Wenn ich neue Eindrücke sammeln muss, fahre ich gerne mit der U- oder S-Bahn durch Berlin oder setze mich in ein Café. Der Alltag schreibt die schönsten Geschichten.

8. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Das kann ich gar nicht genau beschreiben. Ich hatte immer so viele Ideen im Kopf, die sich von selbst weitersponnen. Ich höre in der U-Bahn ein Gespräch, überlege mir, wie die Personen leben, was sie treiben, welche Wünsche sie haben. Daraus entwickelt sich irgendetwas. Manchmal ruht es für Tage, dann kommt die Geschichte wieder hervor, erhält eine Wende, einen Höhepunkt, eine neue Idee. Dann erschaffe ich eine neue Wirklichkeit und das Kopfkino hört nicht auf, bis ich die Geschichte aufgeschrieben habe. So war es schon immer, glaube ich.

9. Hast Du beim Schreiben bestimmte Rituale?

Tee trinken, Bonbons lutschen, damit der Kiefer locker bleibt. Ich verbeiße mich oftmals, da brauche ich zwischendurch etwas, was mich wieder lockert. Ich schreibe gerne nachts, wenn es absolut ruhig ist. Das hält mein Bio-Rhythmus aber nicht lange durch. Deshalb gönne ich mir das nächtliche Schreiben nur noch 1-2 x pro Woche. Da ich meine Hauptjobs habe (Journalistin im Bereich Alternativmedizin und Mutti zweier Ferienwohnungen), nutze ich die Nächte, an denen ich weiß, ich kann nächsten Tag mal eine Stunde länger schlafen.
Zurzeit habe ich mir auch angewöhnt, hin und wieder aufzustehen, etwas Yoga zu machen und dann weiterzuschreiben. Denn, wenn ich im Schreibfieber bin, vergesse ich gerne, dass nicht nur mein Geist, sondern auch mein Körper Bewegung braucht.

10. Besitzt Du so etwas wie ein Maskottchen/Talisman, das/der Dich beim Schreiben „begleitet“?

Nein

11. Sammelst Du Bücher zu bestimmten Themen? Wenn ja, zu welchen?

Für meinen Hauptjob – Journalistin im Bereich Alternativmedizin – habe ich eine ganze Sammlung von Büchern. Ansonsten sammle ich keine Bücher, ich lese, was mich anspricht. Wenn mir ein Buch gefällt, bestelle ich es gerne für eine liebe Person, die sich ebenfalls dafür begeistern könnte, nach.

12. Wie viele Bücher liest Du im Monat ungefähr?

Das kommt darauf an, wie viel ich gerade selbst schreibe und um die Ohren habe. Manchmal lese ich 2-3 Bücher im Monat, manchmal nur eins. Zurzeit lese ich zwei Bücher parallel, werde aber sicherlich auch mehr als einen Monat dafür brauchen.

13. Welchen Autor möchtest Du ganz persönlich empfehlen?

Mein absoluter Lieblingsautor ist und bleibt Hermann Hesse.

14. Kannst Du Bücher wegwerfen?

Fällt mir schwer. Gaaanz schwer. Ich habe es aber auch schon mal gemacht, wenn ein Buch in meiner persönlichen Schublade „Grottenschlecht“ landete. Wozu aufheben und sich darüber ärgern? Solch ein Buch möchte ich auch nicht weiterverschenken.

15. Welches Buch hat Dich besonders geprägt?

Kein Buch. Eher ein Autor. Wie ich schon sagte, ich bin absoluter Hesse-Fan.

16. Als E-Book oder in gedruckter Form?

Zurzeit lese ich wieder mehr Bücher, obwohl ich E-Books besser finde. Ich lese mehr, wenn ich meinen E-Book-Reader in der Tasche habe. Ich mag es, dass man die Schriftgröße und Helligkeit bestimmen kann. So klappt es mit dem Lesen auch noch, wenn die Augen schon ganz müde sind. Außerdem finde ich es klasse, wenn ich einen dicken Wälzer auf dem dünnen E-Book-Reader leicht in der Handtasche mitnehmen kann.

17. Was tust Du am liebsten an einem freien Nachmittag?

Ich würde jetzt gerne „Däumchen drehen“ sagen. Da ich mich aber schnell langweile heißt die Antwort: Ich siede Seife, bastle Fliesentische, gehe in die Natur, fahre mit dem Fahrrad, backe, koche, pflanze im Garten neue Kräuter, fahre in die nächste Bibliothek oder Bücherei und stöbere in den Regalen, besuche meine Freundinnen oder lasse mich besuchen.

18. Welche magische Gabe würdest Du gerne besitzen?

Darüber müsste ich sehr lange nachdenken, da es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Vielleicht wäre ich gerne ein „Wandler“. Ein Mensch, der in andere Rollen schlüpfen und einen ganzen Tag eine andere Person sein kann.

19. Was schätzen deine Freunde am meisten an Dir?

Meine Energie, Dinge anzupacken und andere dabei mitzureißen.

20. Deine Lieblingsmusik?

Ach Herrje! Da bin ich richtig „Old Shool“. Ich höre wenig Musik, weil es mich beim Denken und Phantasieren stört. Manchmal entwickeln sich meine Geschichten jedoch aus Musik heraus. Aus Songtexten, die mich nicht mehr loslassen. Aus Stimmungen, die ich mit der Melodie einfange. Beispiele wären hier: U2, Waterboys, Marillion.
Ansonsten höre ich gerne Klassik.

21. Dein Leibgericht? Dein Lieblingsgetränk?

Habe kein Leibgericht. Ich mag alles aus Hackfleisch gerne.
Mein Lieblingsgetränk schwankt je nach Stimmung. Mal ist es Club Mate, dann wieder heißer Roibush-Tee oder Ostfriesentee mit Kandies und Sahne, ab und an Fassbrause oder eine Cola Zero.

22. Was wolltest Du als Kind „mal später werden“?

Malerin

23. Dein Lebensmotto?

Hab keins. Sowas ändert sich immer mal wieder bei mir. Ich habe hin und wieder ein Jahresmotto.
Letztes Jahr war es: Es wird noch viel Wasser die Weser herunterfließen , es werden noch viele Tauben auf den Roland scheißen; das Leben ist kein Freimarkt. Kurze Anmerkung: Ich stamme aus Bremen, daher ist dieses Motto sehr regional behaftet.

24. Dein nächstes Ziel?

Einen Verlag für mein neues Buch finden, das ich gerade fertig geschrieben habe. Ich arbeite nebenbei schon am zweiten Teil.

25. Welchen Rat gibst Du den „jungen“ Autoren mit auf den Weg?

Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer!


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Webseite: http://kena50.wixsite.com/kenahuesers/bio

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Kena Hüsers beantwortete diesen Fragebogen am 14. September 2016.

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