Autoren-Fragebogen von Dirk Schaary

Mein Sachgebiet: Kinder- und Jugendbuch

Fragebogen:

1. Welche Romanfigur in der Literatur hättest Du selbst gerne erfunden?

Oliver Twist

2. Deine Lieblingsautoren?

Charles Dickens
Enid Blyton
Astrid Lindgren
Selma Lagerlöf
Terry Pratchett

3. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Beste Absichten von Thomas Brussig (Pädikat sehr lesenswert!)

4. Dein Lieblingsbuch in der Kindheit?

Geheimnis um eine Tasse Tee von Enid Blyton

5. Welche Romanfigur wärst Du gerne und warum?

An manchen Tagen wäre ich gerne Robinson Cruso – einfach nur die Ruhe genießen.

6. Welche drei Bücher würdest Du auf die einsame Insel mitnehmen?

Notizbuch, Tom Sawyer, Dunkle Halunken

7. Andere gehen morgens ins Büro oder in den Betrieb – Wie fängt bei Dir ein Arbeitstag an?

Sind die Trainingshose angezogen, und die Sportschuhe geschnürt, laufe ich einige Kilometer durch die herrliche Landschaft der umliegenden Ländereien. Vorbei an Reet gedeckten Häusern, dem kleinen See, an dem immer der gleiche Angler stumm den Arm zum Gruße hebt, und vorbei an der großen Pferdekoppel, mit den Pferden, deren Atem in der Morgenröte dampft.
Auf dem Rückweg besorge ich beim Bäcker ein paar Brötchen und die Zeitung. Ein kleiner Plausch mit Fräulein Herke, die Gute hat die Achtzig bereits weit überschritten, dann gehts nach Hause.
Unser Labrador Odin bellt. Er ist früh dran, dieser Langschläfer. Überschwänglich werde ich begrüßt, was vermutlich weniger an mir, als vielmehr an der Tüte duftende Brötchen liegt.
»Schatz, möchtest Du einen frischgepressten Orangensaft zum Frühstück?« Meine Frau, sie hat bereits den Tisch gedeckt. Sie sieht einfach umwerfend aus – irgendwie magisch. Ich gebe ihr einen Kuss in den Nacken. Sie kichert.
»Ein neues Kleid?«, frage ich und setzte mich auf den Stuhl, von dem aus ich den Leuchtturm hinter der Birke sehen kann – umringt von kreischenden Möwen.
Es dröhnt. Gerade so, als hätte ich eine Fahrradklingel im Ohr. Ein Tinnitus? Nein – der Wecker! Er reißt mich aus meinen Träumen zurück in die graue Realität. Enttäuscht und müde rappel ich mich auf. In gebeugter Haltung sitze ich auf der Bettkante, kratze meine linke Brust – recke und strecke mich. Es hilft alles nichts: Ich muss aufstehen. Bis zur Arbeit gilt es eine staureiche Fahrt durch Regen und Kälte zu überwinden. Herbst, wer braucht so etwas?
Wenn ich es schaffe, werde ich am Abend darüber schreiben.

8. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Mit Grammatik und Interpunktion auf ständigem Kriegsfuß, war ich gezwungen, meine Zensuren im Fach Deutsch, mit Hilfe von guten Aufsätzen und tollen Geschichten aufzubessern. Eine dieser zahllosen Geschichten fand ihren Weg in die Schülerzeitung (natürlich korrigiert). Die Anerkennung umgab mich, wie eine warme Dusche im kalten Freibad. Der Wunsch wart geboren: Ich werde Schriftsteller. Schon 35 Jahre später war es soweit.

An dieser Stelle: Liebe Grüße an meine Korrektorin Birgit Fritzsche. Dir gilt nicht mein Neid, sondern meine Bewunderung.

9. Hast Du beim Schreiben bestimmte Rituale?

Nein, es sei den eine Tafel Schokolade zu verdrücken wird als Ritual anerkannt.

10. Besitzt Du so etwas wie ein Maskottchen/Talisman, das/der Dich beim Schreiben „begleitet“?

Wie beschrieben, eine Tafel Schokolade. Aber die läßt mich recht schnell allein.

11. Sammelst Du Bücher zu bestimmten Themen? Wenn ja, zu welchen?

Nein.

12. Wie viele Bücher liest Du im Monat ungefähr?

Unterschiedlich.

13. Welchen Autor möchtest Du ganz persönlich empfehlen?

Thomas Brussig und Charles Dickens.

14. Kannst Du Bücher wegwerfen?

Das braucht heute keiner mehr. Es gibt doch Stellen andenen man Bücher abgeben kann.

15. Welches Buch hat Dich besonders geprägt?

Oliver Twist.

16. Als E-Book oder in gedruckter Form?

Gedruckt – immer nur gedruckt!

17. Was tust Du am liebsten an einem freien Nachmittag?

Lesen und schreiben oder andersherum.

18. Welche magische Gabe würdest Du gerne besitzen?

Gedankenlesen

19. Was schätzen deine Freunde am meisten an Dir?

Mein Aussehen kann es definitiv nicht sein. Ich tippe eher auf meine Geduld.

20. Deine Lieblingsmusik?

Alles von Sasha.

21. Dein Leibgericht? Dein Lieblingsgetränk?

Gyros – Apfelschorle.

22. Was wolltest Du als Kind „mal später werden“?

Schriftsteller (ab12). Davor, ein Freund von Karlsson vom Dach.

23. Dein Lebensmotto?

Carpe diem.

24. Dein nächstes Ziel?

Meine Geschichten schreiben – wenn ich doch nur mehr Zeit hätte.

25. Welchen Rat gibst Du den „jungen“ Autoren mit auf den Weg?

Der Tag wird kommen – nur nicht aufgeben.


Möchtest du mehr über Dirk Schaary erfahren?

Webseite: www.wortbindung.de

Dirk Schaary beantwortete diesen Fragebogen am 21. November 2017.

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1 Kommentar

  1. Nach dem Lesen des Fragebogens und des Erstlingswerks ( Das Rotzblag) hatte ich das Gefühl den Autor schon seit Ewigkeiten zu kennen.
    Weiter so!

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