Autoren-Fragebogen von Bettina Weber

Mein Sachgebiet: Fantasy, Jugendbücher, außerdem Theater/Oper

Fragebogen:

1. Welche Romanfigur in der Literatur hättest Du selbst gerne erfunden?

Momo!
Die Geschichte von dem kleinen Mädchen, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbringt, hat mich schon als Kind fasziniert.
Gerade in unserer Zeit, wo die „Zeitdiebe“ allgegenwärtig und oft übermächtig sind, kann es gar nicht genug „Momos“ geben!

2. Deine Lieblingsautoren?

Da gibt es einige:
Michael Ende (s.o.), Joanne K. Rowling, Elizabeth Goudge, aber auch Jörg Kastner, Dan Brown und Philipp Vandenberg, um nur einige zu nennen.

3. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Ehrliche Antwort?
„Nesthäkchen“ von Else Ury, weil mich die Autorin und ihre Lebensgeschichte fasziniert. (Ury war eine der ersten Jugend-Bestsellerautorinnen ihrer Zeit, bis sie wegen ihrer jüdischen Herkunft aus der Reichsschriftkammer ausgeschlossen und später in Auschwitz ermordet wurde).
Ansonsten lese ich gerade „Jede Seele sucht ihren Weg“ von Robert Schwarz.
Und parallel dazu die Märchen aus „Tausenundeine Nacht“ in der Übersetzung von C.H. Beck.

4. Dein Lieblingsbuch in der Kindheit?

Da gab es einige: natürlich die Bücher von Ende, vor allem „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“, ich habe aber auch früh angefangen, mich mit der Drittes-Reich-Thematik auseinanderzusetzen und die Bücher von Janina David (mit der ich sogar zeitweise einen Briefwechsel hatte), Judith Kerr und natürlich Anne Frank verschlungen.

5. Welche Romanfigur wärst Du gerne und warum?

Hm, schwierig.
Das hängt immer ein bisschen davon ab, was ich gerade lese.

6. Welche drei Bücher würdest Du auf die einsame Insel mitnehmen?

Wie, nur drei???
Vielleicht den „Herrn der Ringe“, den hab ich ewig nicht mehr gelesen und für den braucht man einige Zeit.
Oder die „Avalon“-Trilogie von Marion Zimmer Bradley?
Oder doch lieber was Historisches?
Schwierig, schwierig …

7. Andere gehen morgens ins Büro oder in den Betrieb – Wie fängt bei Dir ein Arbeitstag an?

An vier Tagen in der Woche geht’s los mit einer Stunde Körpertraining (zweimal Tanz, zweimal Entspannungstraining), danach übe ich, wenn noch Zeit bleibt geht’s dann noch ein Stündchen an den Schreibtisch, bevor ich in der Regel in die Musikschule oder die Oper muss.

8. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Einer Anekdote zufolge sollten wir in der Grundschule wohl mal ein Bild von einem Adventskranz malen, was auch alle taten – außer Klein-Bettina. Die schrieb stattdessen mit Hingabe eine Geschichte über ihren Kanarienvogel …

9. Hast Du beim Schreiben bestimmte Rituale?

Nicht wirklich.

10. Besitzt Du so etwas wie ein Maskottchen/Talisman, das/der Dich beim Schreiben „begleitet“?

Auf meinem Schreibtisch sitzen ein paar Glücksbringer, die aber nicht allein für’s Schreiben zuständig sind.
Ansonsten lungern oft meine Katzen dort herum, wo ich schreibe.

11. Sammelst Du Bücher zu bestimmten Themen? Wenn ja, zu welchen?

Klar.
Fantasybücher
Historische Romane, insbesondere zum Thema Hexenverfolgung
Bücher zum Dritten Reich
Katzenbücher

12. Wie viele Bücher liest Du im Monat ungefähr?

Das schwankt erheblich.
Wenn ich Zeit habe, können das fünf bis sechs, oder auch mehr sein.

13. Welchen Autor möchtest Du ganz persönlich empfehlen?

Au, schwierig.
Da kann ich mich schwer auf einen festlegen. Das geht ziemlich Hand in Hand mit meinen Lieblingsautoren.

14. Kannst Du Bücher wegwerfen?

Definitiv nicht.
Ich bin sehr erfinderisch darin in meiner Wohnung immer neue Stauräume aufzutun.

15. Welches Buch hat Dich besonders geprägt?

Da gab es in meinem Leben auch verschiedene.
Die bereits erwähnte „Momo“ gehört dazu und die Trilogie von Janina David.
In jüngerer Zeit waren es „Die Mädchen von Zimmer 28“ (über das Kinderheim im KZ Theresienstadt) und „The silent sister“ von Mazal Alouf-Mizrahi (ein fiktives Tagebuch von Anne Franks Schwester Margot).
Auch das ist aber nur eine Auswahl.
Mit Büchern ist das wie mit Menschen – man begegnet denen, von denen man gerade etwas lernen kann.

16. Als E-Book oder in gedruckter Form?

Ich habe zwar inzwischen einen Kindle, hauptsächlich aber für den Urlaub oder „Lesefutter“, für das mir in gedruckter Form der Platz fehlt.
Das gedruckte Buch ist mir aber nach wie vor lieber.

17. Was tust Du am liebsten an einem freien Nachmittag?

Was genau ist das?
Spaß beiseite: wenn ich Zeit habe, arbeite ich gerne im Garten, gehe spazieren, handarbeite oder lese.

18. Welche magische Gabe würdest Du gerne besitzen?

Die Fähigkeit, Krankheiten zu heilen!

19. Was schätzen deine Freunde am meisten an Dir?

Ich glaube, am ehesten meine Bereitschaft, jedem zuzuhören, der mir sein Herz ausschütten möchte.

20. Deine Lieblingsmusik?

Von alter Musik über Barock, Klassik und Romantik bis ins 20. Jahrhundert.
Als Teenager habe ich fast nur Opern gehört, das hat sich mittlerweile relativiert und ich höre auch sehr gerne Instrumentalmusik, vor allem von Mendelssohn Bartholdy und Schumann, aber auch von Mozart, Bach und vielen anderen.

21. Dein Leibgericht? Dein Lieblingsgetränk?

Im Augenblick stehe ich auf Käsesuppe und Ingwertee, aber gegen Spaghetti mit frischer Tomate und Basilikum und ein nettes Gläschen Rotwein ist auch nichts einzuwenden.

22. Was wolltest Du als Kind „mal später werden“?

Opernsängerin – und das BIN ich geworden, auch wenn ich meinen Lebensunterhalt heute hauptsächlich durch Gesangsunterricht und Chorleitung verdiene.

23. Dein Lebensmotto?

Alles, was uns geschieht, hat seinen Sinn und ist wichtig für unser Leben.

24. Dein nächstes Ziel?

Meine Zusatzausbildung als Webdesignerin durchhalten und möglichst bald abschließen.

25. Welchen Rat gibst Du den „jungen“ Autoren mit auf den Weg?

Lasst euch in keine Klischees pressen, schreibt das, was euch wirklich wichtig ist.


Möchtest du mehr über Bettina Weber erfahren?

Webseite: http://www.cantate-net.de

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/bettina.weber.5648

Bettina Weber beantwortete diesen Fragebogen am 9. Februar 2017.

Veröffentlicht in .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.